| Isabel Weinert |
| 01.04.2026 10:00 Uhr |
Zwar kommt Mundgeruch meistens aus der Mundhöhle, es ist jedoch wichtig, auch andere mögliche Ursachen zu erkennen. / © Adobe Stock/kleberpicui
Sie bilden sich, wenn anaerobe Bakterien, die auch Gingivitis und Parodontitis mit auslösen, organische Substanzen in der Mundhöhle abbauen. Doch gerade deshalb sei es wichtig, andere mögliche Auslöser nicht aus dem Blick zu verlieren. Als solche kommen HNO-Erkrankungen und Diabetes infrage, aber auch metabolische und hormonelle Veränderungen, Leber- und Niereninsuffizienz, Bronchial- und Lungenerkrankungen sowie pathologische Prozesse im Magen-Darm-Trakt.
Die Autoren beschreiben für Zahnärzte, wie diese vorgehen können, um Mundgeruch einer möglichen Ursache näherungsweise zuzuordnen. Auch für Betroffene kann das als erster Anhaltspunkt noch vor dem Arztbesuch hilfreich sein.
Hinzu kommt, nach was es riecht. Ein fauliger Geruch deute auf Karies hin, ein schwefliger auf Parodontitis; ein gastroösophagealer Reflux oder Gastritis riecht säuerlich, eine Ketoazidose bei Diabetes stechend-süßlich, beziehungsweise nach Aceton. (Blutende) Wunden in der Mundhöhle »duften« metallisch, eine Urämie oder Niereninsuffizienz macht sich durch einen Geruch nach Urin oder Ammoniak bemerkbar.