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Angststörungen
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Diese Mittel behindern die Heilung

Benzodiazepine, Alkohol und Drogen sind schlechte Zutaten in der Therapie von Angststörungen. Sie bremsen notwendige Lern- und Anpassungsprozesse des Gehirns im Umgang mit Ängsten aus.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 13.01.2026  08:00 Uhr

In Deutschland werden Benzodiazepine gegen Angststörungen nur kurzzeitig und bei klaren Indikationen verschrieben, weil sie ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufweisen. Ärzte sollen bei jeder Verordnung die sogenannte »5-K-Regel« beachten. Diese Regeln sind eine klare Indikation, die kleinstmögliche Dosis, der kürzest mögliche Einnahmezeitraum, kein abruptes Absetzen des Medikaments und die Beachtung von Kontraindikationen.

Warum diese Regeln auch und besonders im Zusammenhang mit Angststörungen von elementarer Bedeutung sind, erklärt in »Psychology Today« Evan Parks, ein klinischer Psychologe am Kalkaska Memorial Health Center und Lehrbeauftragter am College of Human Medicine der Michigan State University, USA. Um mit einer Angststörung zurechtzukommen, müssten die beteiligten Areale im Gehirn neue Bewältigungsstrategien lernen. Dazu gehöre, sich der Angst zu stellen. Diese Prozesse und Vorgehensweisen würden durch eine längere Einnahme von Benzodiazepinen behindert.

Es sei wichtig, emotionalen Stress durch eine bestimmte Form der Konfrontation zu erleben, damit die Amygdala neu vernetzt werden könne. Das gelinge jedoch nicht gut, wenn Medikamente, Drogen oder Alkohol eine normale Funktion der Amygdala beeinträchtigten.

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