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Big-Five-Modell
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Diese Sportarten passen zu Ihrem Charakter

Joggen, Tanzen oder Yoga, im Verein oder allein? Manches fühlt sich für die eine richtig gut an, für den anderen ist schon die Vorstellung davon fürchterlich. Wie kommt das? Und was passt eigentlich zu mir?
AutorKontaktdpa
Datum 30.07.2025  16:00 Uhr

Unsere Persönlichkeit beeinflusst, welche Art von Bewegung uns wirklich Spaß macht und damit einen positiven Effekt auf unser Wohlbefinden hat. Das ist das Ergebnis einer Studie des University College London, die im Fachjournal »Frontiers in Psychology« erschienen ist.

Konkret untersuchte das Forschungsteam um die Bewegungsphysiologin Professorin Flaminia Ronca, wie sich bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die sogenannten Big Five, auf Trainingsvorlieben bei einem kombinierten Programm aus Radfahren und Kraftübungen auswirken.

Das kam heraus:

Extravertierte Menschen, die als gesellig und energiegeladen gelten, bevorzugten intensive, fordernde Einheiten, etwa hochintensives Intervalltraining (HIIT). Sie erreichten auch bessere Fitnesswerte bei Kraft und Ausdauer. Naheliegend sind für sie energetische und aerobe Sportarten, besonders mit einem Gemeinschaftsaspekt. Beim Tanzen, Gruppenfitness oder Mannschaftssportarten kann man sich auspowern und gleichzeitig soziale Kontakte pflegen.

Anders bei Teilnehmern mit einem hohen Wert bei Neurotizismus, also mit einer eher ängstlichen oder empfindlichen Grundhaltung. Für diese Gruppe könnte es wichtig sein, dass sie beim Training »Raum für Unabhängigkeit und Privatsphäre« haben, erklärt Flaminia Ronca dem Magazin »BBC Science Focus«. Im Allgemeinen mochten diese Personen Entspannungsübungen wie Stretching lieber, obwohl »hohe Intensität in Ordnung war, solange sie eine Pause machen konnten«. Interessant: Diese Personen zeigten nach dem Trainingsprogramm einen deutlich geringeren Stresslevel als zuvor, berichtet Ronca. Bewegung hilft ihnen, ausgeglichener zu werden – sie profitieren also besonders von ihrem stabilisierenden Effekt.

Generell gilt: »Freude ist ein Schlüssel für Verhaltensänderung«, so Ronca. Denn wer Freude an etwas empfindet, bleibt eher dran. Und einen Sport, der zu unserer Persönlichkeit passt, empfinden wir eben weniger als nervige Pflichtübung – Stichwort innerer Schweinehund.

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