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Das sagt die Wissenschaft
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Dinge, die wirklich glücklich machen

Neue Schuhe, wilde Feier, Lottogewinn: Das alles macht Freude. Doch echtes Glück geht anders – nämlich eigentlich ganz einfach und im Alltag, wenn man weiß, was dabei hilft. Eine Expertin klärt auf.
AutorKontaktdpa
Datum 04.04.2024  15:00 Uhr

Eigene Stärken kennen und nutzen

Salchow: »Ein weiterer Tipp für mehr Glückserleben ist es, sich mit den eigenen Stärken zu beschäftigen: Worin bin ich richtig gut? Und dort eher danach zu gucken, wie gehe ich die Dinge an, statt was kann ich gut?« Also statt »Ich kann gut Excel« etwa »Ich habe eine große Beharrlichkeit«. Oder: »Ich gehe die Dinge mit meinem Sinn fürs Schöne an«, oder »Meine Umsicht hat mir schon in vielen Momenten geholfen«.

Wenn wir unsere Stärken kennen und sie einsetzen, dann führe das langfristig dazu, dass wir uns besser fühlen. Weitere gut erforschte Charakterstärken seien zum Beispiel: Neugierde, Urteilsvermögen, Fairness, Weisheit, soziale Intelligenz oder auch Bescheidenheit.

Sinn erleben

Salchow: »Es ist immer sinnvoll zu wissen: Inwiefern habe ich das Gefühl, einen Beitrag leisten zu können, also wo erlebe ich mein Sein und Wirken als sinnvoll? Studien haben gezeigt, dass Menschen mit einem hohen Sinnerleben glücklicher sind. Mein Tipp: im Familienleben, bei der Arbeit oder im Ehrenamt zu schauen, wo ich etwas zu einem größeren Ganzen beitragen kann.«

Ziele setzen und erreichen

Auch das Stecken und Erreichen von Zielen macht Salchow zufolge glücklich. Das bedeute nicht, dass wir gleich ein Examen bestehen müssen oder einen Marathon laufen. »Manchmal gibt es Situationen in unserem Leben, da ist es schon ein Ziel und eine Zielerreichung, wenn ich es einmal am Tag vor die Tür schaffe.« Wichtig für das Glücksempfinden sei es, dieses Ziel wahrzunehmen und auch dessen Erreichung – quasi dieses Innehalten: Schau mal, das habe ich geschafft!

Gute Beziehungen zu anderen Menschen

Salchow: »Der absolute Faktor Nr. 1 für mehr Glück im Leben sind gute, unterstützende soziale Beziehungen. Dazu gibt es unter anderem die großangelegte Harvard-Grant-Studie, die seit 1936 läuft. Sie hat gezeigt, dass es dabei nicht darum geht, besonders viele davon zu haben. Es reichen die ein oder zwei in unserem Leben, die wir als unterstützend wahrnehmen.«


Und das Gute daran: Es mache glücklicher, etwas für jemand anderen zu tun, jemand anderen zu unterstützen, etwas zum Glück eines anderen beizutragen. Mehr, als der Versuch, sich selbst glücklich zu machen. »Ich habe es quasi in der Hand, die Beziehung unterstützend zu gestalten und zahle dabei gleichzeitig auf mein eigenes Glücks-Konto ein. Wenn das nicht zwei Fliegen mit einer Klappe sind.«

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