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Teamschulung Inhalativa
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Diskus

Bei der Beratung im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistung zu Inhalativa müssen die Besonderheiten jedes Inhalators berücksichtigt werden. Wo etwa lauern gerätetypische Fehlerquellen? Was bei dem Device Diskus® zu beachten ist.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 18.02.2026  12:00 Uhr

Der Inhalator Diskus® ist ein blisterbasierter Pulverinhalator mit Zählwerk. Das Device ist mit folgenden Wirkstoffen oder Wirkstoffkombinationen erhältlich: 

  • Salmeterol/Fluticason-17-propionat (atmadisc®, Seretide®, Viani®)
  • Fluticason-17-propionat (Flutide®)
  • Salmeterol (Serevent®)

Wichtig: Generische Pulverinhalatoren mit der Wirkstoffkombination Salmeterol/Fluticason-17-propionat, zum Beispiel Salflutin®, Salmeterol/Fluticasonpropionat AL Inhalator, Serroflo® Ciphaler oder Zentiva Airmaster® können sich in der Anwendung leicht unterscheiden. 

Mechanismus

Im Inneren des Geräts befindet sich eine aufgerollte Blisterfolie, in der die Wirkstoffdosen einzeln verpackt sind. Beim Betätigen des Spannhebels wird ein Blisternapf geöffnet und gibt die Dosis in das Mundstück frei. Das Aerosol, das der Patient inhaliert, wird über die Kombination von Gerätewiderstand und Scherkräften des Atemzugs erzeugt.

Hinweis: Beim Salmeterol/Fluticasonpropionat AL Inhalator und beim Zentiva Airmaster gibt es keinen Spannhebel. Hier wird anstatt dessen beim Öffnen der Schutzkappe ein roter Knopf zum Laden der Dosis gedrückt (Klicken zu hören).

Wichtige Punkte für die Beratung

Es ist wichtig, den Inhalator beim Laden der Dosis und bei der Inhalation waagerecht zu halten, um die Dosisgenauigkeit zu gewährleisten. 

Beim Laden der Dosis ist ein Klicken zu hören. Die Prüfung der Dosisanzeige vor der Inhalation stellt sicher, dass noch Wirkstoffdosen enthalten sind.

Nach der Inhalation nehmen Patienten durch die enthaltene Lactose in der Regel einen süßlichen Geschmack wahr.

Für die Inhalation wird eine mittlere bis hohe Atemzugstärke benötigt. Der Patient sollte von Beginn an gleichmäßig und kräftig einatmen, danach den Atem für 5 bis 10 Sekunden anhalten.

Patienten, die gleichzeitig ein Dosieraerosol anwenden, sollten für die unterschiedliche Inhalationstechnik sensibilisiert werden.

Die Einzelheiten zur richtigen Anwendung sind im Schulungsvideo der ABDA dargestellt:

Häufige Fehler bei Anwendung des Diskus

  • Der Diskus wird beim Laden der Dosis oder beim Inhalieren schräg oder senkrecht gehalten. → Richtig: Der Inhalator muss sowohl beim Dosierschritt als auch beim Inhalieren waagerecht gehalten werden, um die genaue Dosierung zu ermöglichen.
  • Der Patient atmet in den Inhalator. → Richtig: Vor der Inhalation am Gerät vorbei ausatmen und nach der Inhalation erst nach Absetzen des Inhalators ausatmen. Ansonsten kann die Atemluft im Gerät zu Verklumpungen des Pulvers führen.
  • Es wird zu langsam oder nur mit allmählicher Steigerung der Atemstromstärke inhaliert. → Richtig: Direkt mit hoher Flussrate gleichmäßig kräftig einatmen. Ansonsten kann es aufgrund zu großer oder nicht dispergierter Partikel zu einer verminderten Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen kommen.
  • Der Atem wird zu kurz angehalten. → Richtig: 5 bis 10 Sekunden Atem anhalten. Ansonsten kann es sein, dass lungengängige Partikel wieder ausgeatmet werden und nicht in der Lunge wirken können.

Gut zu wissen

Wird der Spannhebel des Diskus mehrfach betätigt ohne zu Inhalieren, führt dies nicht zu einer Überdosierung. Die verworfenen Dosen verbleiben im Inhalator. Das heißt: Beim Betätigen des Hebels wird immer jeweils nur eine Dosis bereitgestellt. 

Das Device hat eine Dosisanzeige mit Zählwerk, das jede einzelne Dosis herunterzählt. Die Ziffern 5 bis 0 sind Rot, um den Hinweis zu geben, dass der Inhalator bald leer ist und es gegebenenfalls einer neuen Verordnung bedarf.

Das Mundstück bei Bedarf von außen mit einem trockenen Tuch reinigen, dabei keine Flüssigkeiten verwenden. Das Device vor Feuchtigkeit und Hitze geschützt lagern.

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