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Neueinführungen
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Duo zum Jahresauftakt

Zum 1. Januar kamen die beiden ersten neuen Wirkstoffe des Jahres 2026 auf den deutschen Markt. Remimazolam ist eine Innovation, die für die Allgemeinanästhesie und die prozedurale Sedierung gedacht ist. Nipocalimab kommt bei der Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis infrage.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 15.01.2026  08:00 Uhr

Erhöhtes Infektionsrisiko

Da Nipocalimab IgG-Spiegel reduziert, kann das Infektionsrisiko, einschließlich des Risikos für die Aktivierung latenter Virusinfektionen wie Herpes zoster, ansteigen, heißt es in einem Warnhinweis in der Fachinformation. Bei Patienten mit einer aktiven Infektion soll die Einleitung der Behandlung verschoben werden, bis die Infektion abgeklungen ist. Während der Behandlung sollen die Patienten auf klinische Anzeichen und Symptome einer Infektion überwacht werden. Bei Patienten mit einer klinisch bedeutsamen aktiven Infektion soll eine angemessene Behandlung durchgeführt und die Behandlung mit Nipocalimab aufgeschoben werden, bis die Infektion abgeklungen ist.

Für Patienten unter Behandlung mit Nipocalimab wird eine Impfung mit Lebendimpfstoffen oder abgeschwächten Lebendimpfstoffen nicht empfohlen. Wenn diese Impfstoffe erforderlich sind, sollen sie mindestens vier Wochen vor der Behandlung und frühestens zwei Wochen nach der letzten Dosis Nipocalimab verabreicht werden. Nicht-Lebendimpfstoffe können bei Bedarf jederzeit während der Behandlung verabreicht werden.

Wenn Patienten unter Nipocalimab eine Behandlung mit Arzneimitteln benötigen, die an die IgG-Bindungsstelle des FcRn binden, wird empfohlen, die Behandlung mit diesen Arzneimitteln zwei Wochen nach der vorangegangenen Nipocalimab-Dosis einzuleiten. Wenn die gleichzeitige Langzeitanwendung solcher Arzneimittel für die Versorgung der Patienten unerlässlich ist, sind diese sorgfältig auf eine verminderte Wirksamkeit dieser Arzneimittel zu überwachen und es soll das Absetzen von Nipocalimab oder die Anwendung alternativer Therapien in Betracht gezogen werden.

Die Behandlung von schwangeren Frauen mit Imaavy soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der klinische Nutzen die Risiken überwiegt. Es ist bekannt, dass maternales IgG in den ersten Tagen nach der Entbindung in der Muttermilch vorhanden ist und bald danach auf niedrige Werte absinkt. Folglich kann während dieses kurzen Zeitraums ein Risiko für gestillte Säuglinge nicht ausgeschlossen werden. Danach könnte die Behandlung von stillenden Frauen mit Nipocalimab in Betracht gezogen werden, wenn der klinische Nutzen die Risiken überwiegt.

Imaavy ist im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C zu lagern.

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