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E-Rezepte für alle?

Das Gesundheitswesen hinkt bei der Digitalisierung noch hinterher. Nun soll das E-Rezept durchstarten. Verbraucherschützer sehen Vorteile.
AutorKontaktdpa
Datum 02.01.2024  10:30 Uhr

Drei Einlösewege

Schon länger sind E-Rezepte über eine spezielle App einzulösen – oder mit einem ausgedruckten QR-Code auf Papier. Doch Breitenwirkung hatte das nicht. Inzwischen gibt es einen weiteren Weg, bei dem Kunden in der Apotheke die Versichertenkarte in ein Lesegerät stecken. Die E-Rezepte werden nicht auf der Karte gespeichert, sondern auf einem zentralen Server. Die Apotheke wird dann autorisiert, sie von dort abzurufen. Die gesetzlichen Krankenkassen beobachteten in den vergangenen Monaten »einen steilen, problemfreien Hochlauf« mit zwölf Millionen ausgestellten E-Rezepten. Spitzenverbands-Chefin Doris Pfeiffer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie sei daher »sehr optimistisch, dass die Umstellung überall klappt.«

Verbraucherschützer Auer weist darauf hin, dass die elektronische Gesundheitskarte dafür NFC-fähig sein muss – also zum drahtlosen Datenaustausch mit anderen Geräten geeignet. Erkennbar sei das an einem Symbol im oberen Bereich der Karte. »Menschen, die digitale Angebote nicht nutzen können oder wollen, dürfen nicht zurückgelassen werden«, betonte er generell. Für sie müssten Unterstützungsangebote und analoge Alternativen mitgedacht werden. »Insofern ist es zu begrüßen, dass Papierrezepte ihre Gültigkeit behalten.«

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