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Frühwarnsystem
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Eichenprozessionsspinner verbreiten sich

Der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners kann unangenehm werden: Neben Hautreaktionen und Atemproblemen kann es zu allergischen Schocks kommen. Ein neues Frühwarnsystem informiert tagesaktuell über die Verbreitung.
AutorKontaktaponet.de
Datum 30.05.2025  08:00 Uhr

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) breitet sich in Deutschland seit Jahren zunehmend aus. Die Raupen sind übersät von mehreren Hunderttausend Brennhärchen, die sich leicht lösen und sich mit dem Wind in der Umgebung der Bäume verteilen können. Bei Hautkontakt treten Juckreiz, Quaddeln oder Hautausschläge auf. Werden die Härchen eingeatmet, kann es zu Atembeschwerden kommen. Gelangen sie ins Auge, ist oft eine Bindehautentzündung die Folge. Auch Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Fieber oder Schüttelfrost können vorkommen. Die Symptome treten oft erst über Nacht auf.

Um sich zu schützen, sollte man befallene Bäume, oft Eichen, oder Waldgebiete zu meiden. Ist dies nicht möglich, hält man zum Schutz möglichst viel Haut bedeckt. Um die Risiken besser einzuschätzen, gibt es seit kurzem ein neues digitales Frühwarnsystem des Deutschen Wetterdienstes, das kostenlos und bundesweit verfügbar ist. Die Web-Applikation liefert eine tagesaktuelle Prognose zur Entwicklung des Eichenprozessionsspinners – einschließlich seiner gesundheitlichen Gefährdung und des potenziellen Schadens an Eichenbeständen.

Denn die Tiere schaden nicht nur Mensch und Tier: Die Raupen fressen die jungen, frisch ausgetriebenen Blätter des befallenen Eichenbaums. Bei Massenvermehrungen kann es zu einem regelrechten Kahlfraß kommen, bei dem die betroffenen Bäume ihre komplette Belaubung verlieren. Dadurch wird der Baum sehr geschwächt und ist anfälliger für andere Schädlinge.

Was tun bei Kontakt mit Eichenprozessionsspinner?

Nach einem eventuellen Kontakt mit den Raupenhaaren sollte man sofort duschen, die Haare waschen und mit einem Föhn trocknen. Die Kleidung umgehend wechseln und bei 60 Grad waschen. Auch Autos, die in der Nähe eines befallenen Baums standen, reinigt man sorgfältig innen und außen, um nicht darüber in Kontakt mit den Brennhärchen zu kommen. Die Beschwerden, die ein bis zwei Wochen anhalten können, lassen sich folgendermaßen lindern:

  • Kühlende Umschläge auf die betroffene Hautstelle legen
  • Bei starkem Juckreiz antihistaminika- oder cortisonhaltige Cremes oder Gele
  • gegebenenfalls Antihistaminika in Tablettenform

Treten Probleme mit dem Atmen oder im Auge auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

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