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Ein Grippestamm weniger

Seit Jahren gab es die Empfehlung, zum Schutz gegen die Grippe einen Vierfach-Impfstoff zu verwenden. Für die laufende Saison gilt das nicht. Nun wird nur noch eine Dreifachimpfung empfohlen. Ursache ist ein spezieller Erfolg der Corona-Maßnahmen.
AutorKontaktdpa
Datum 19.11.2024  14:30 Uhr
Abwägen für die anstehende Saison

Abwägen für die anstehende Saison

Jährlich im Februar überlegt die WHO, wie die Impfstoffe der kommenden Saison für einen bestmöglichen Schutz konzipiert sein sollten. Da es schwierig ist, die jeweils dominierenden Stämme vorherzusagen, wurde seit Jahren auf einen Vierfach-Impfschutz gegen zwei A- und zwei B-Stämme gesetzt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Impfstoff gegen die tatsächlich zirkulierenden Stämme gut wirksam ist.

Die Grippe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Der Verlauf ist wesentlich schwerer als bei »grippalen Infekten«, wie die von anderen Erregern verursachten Erkältungskrankheiten häufig genannt werden. Meist kommt es ganz plötzlich zu Abgeschlagenheit, hohem Fieber und trockenem Husten. In Deutschland erkranken im Winterhalbjahr jeweils zigtausend Menschen an Influenza.

Grippe sorgt für viele Todesfälle

Influenza-Viren mindern die Abwehrkräfte und machen den Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig: Influenza-bedingte Todesfälle werden dem Robert-Koch-Institut zufolge meist durch eine bakterielle Lungenentzündung verursacht, nachdem die Influenza-Viren die Lunge vorgeschädigt haben. Die Zahl der Todesfälle schwankt von Saison zu Saison stark – von mehreren Hundert bis über 25.000 wie in der Saison 2017/18.

Die Stiko empfiehlt eine jährliche Schutzimpfung im Herbst für Menschen ab 60 Jahren oder bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, etwa infolge einer Grunderkrankung. Hundertprozentigen Schutz vor Erkrankung bietet eine Impfung zwar nicht, sie sorgt aber für mildere Verläufe. Antibiotika hingegen sind bei Influenza wie bei allen von Viren verursachten Erkrankungen wirkungslos. Sie kommen aber zum Einsatz, wenn zusätzlich bakteriell verursachte Komplikationen auftreten.

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