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Mikrobiomtests für zu Hause
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Eine Probe – unterschiedliche Ergebnisse

Es könnte so einfach sein – Stuhlprobe einschicken, Mikrobiom untersuchen lassen und erfahren, ob gesund oder ungesund. Doch es ist viel komplizierter, wie eine aktuelle US-amerikanische Studie zu Mikrobiom-Heimtests zeigt.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 30.03.2026  12:00 Uhr
Eine Probe – unterschiedliche Ergebnisse

Obwohl mittlerweile bekannt ist, dass Mikrobiomtests keine besonders hohe Aussagekraft haben, gibt es einen Markt für die kommerziellen Analysen, die auch als Direct-to-Consumer-Mikrobiomtests (DTC-Tests) bezeichnet werden. Dabei schicken Kundinnen und Kunden eine mittels Testkit entnommene Stuhlprobe ein und erhalten nach der Laboranalyse umfangreiche Informationen über die Zusammensetzung der eigenen Darmflora und mögliche Gesundheitsrisiken wie Dysbiosen. Außerdem gibt es individuelle Empfehlungen zu Ernährungsgewohnheiten, Lebensstil und Nahrungsergänzungsmitteln wie Prä- und Probiotika.

Eine Studie, erschienen im Fachjournal »Communications Biology«, hat sich nun damit beschäftigt, wie zuverlässig und vergleichbar die Ergebnisse dieser Mikrobiomanalysen sind. Das Team um Stephanie L. Servetas, National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg USA, verwendete eine hinsichtlich der Mikrobiomzusammensetzung standardisierte Stuhlprobe des National Institute of Standards and Technology (NIST) und schickte jeweils drei Testkits an sieben anonymisierte Anbieter. Die Forschenden nahmen auch eigene Analysen vor.

Dabei zeichnete sich ein heterogenes Bild: Die Tests der Anbieter ergaben abweichende taxonomische Profile, also Zusammensetzungen des Mikrobioms, was die Forschenden vor allem auf die unterschiedliche Methodik zurückführten. »Teilweise war die Variabilität zwischen Anbietern so groß wie – oder größer als – die biologische Variabilität zwischen verschiedenen Spendern«, kommentierte Professor André Gessner, Leiter des Instituts für Mikrobiologie und Hygiene, Universität Regensburg, die Studienergebnisse im Gespräch  mit dem Science Media Center (SMC). »Auch die Reproduzierbarkeit innerhalb einzelner Anbieter war uneinheitlich: Einige zeigten enge Replikate, andere deutliche Ausreißer.«

Bei einer Firma (in der Studie als »Company A« bezeichnet) folgten daraus sogar entgegengesetzte Bewertungen des Gesundheitszustands auf Basis der gleichen Probe. Auch die Identifizierung problematischer Keime war nicht einheitlich: Von sieben Anbietern identifizierten drei das Bakterium Clostridium difficile in der standardisierten Stuhlprobe, die anderen nicht.

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