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Blick in die Zukunft
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Einige Varianten dürften noch kommen

Epsilon, Lambda, Pi oder Omega: Das griechische Alphabet hält noch 20 Buchstaben bereit, die nach der Coronavirus-Variante Delta folgen können. Obwohl etwa die Varianten Epsilon und sogar Lambda bereits existieren, reicht das Alphabet noch eine Zeit lang aus, sollte das Coronavirus weiter mutieren und neue relevante Mutanten hervorbringen. Doch wie kann es aus virologischer Sicht weitergehen?
AutorKontaktdpa
Datum 15.07.2021  15:00 Uhr

Gefährlichkeit nicht abschätzbar

Wie gefährlich zukünftige Mutanten sind, ist Überla zufolge nicht vorhersagbar. »Der wesentliche Selektionsdruck ist die Übertragbarkeit«, erläutert er. »Eine bessere Übertragbarkeit kann mit harmloseren oder schweren Krankheitsverläufen einhergehen.«

Bartenschlager sagt immerhin: »Je besser sich Viren an den Wirt anpassen, desto geringer ist in der Regel der Schaden für den Wirt.« Die Regel gelte aber auch nicht immer, betont der Fachmann. Neher geht davon aus, dass in den kommenden Jahren die sogenannte Immunevasion die relevantere Komponente wird. Dabei führen Mutationen dazu, dass die Viren dem Immunsystem leichter entkommen.

Denkbar sind laut Bartenschlager auch sogenannte Rekombinationen zweier Corona-Typen. »Wenn zwei Varianten eine Zelle infizieren, kann es sein, dass es zum Austausch von Genstücken kommt«, erklärt der Virologe. Er spricht von Chimären – in der Biologie ein Organismus aus genetisch unterschiedlichen Zellen, in der Mythologie Mischwesen wie Sphinx, Zentauren oder Meerjungfrauen. Allerdings sagt Bartenschlager auch, das sei bislang bei SARS-CoV-2 noch kein Thema.

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