| Barbara Döring |
| 13.03.2026 14:00 Uhr |
Anhaltende Müdigkeit und schnelle Erschöpfung sind typische Symptome der Eisenmangelanämie. / © Getty Images/MementoJpeg
Meist ist eine unausgewogene Ernährung oder Blutverlust, etwa durch starke Menstruationsblutungen, die Ursache von Eisenmangel. Bleibt der Mangel länger bestehen, droht eine Eisenmangelanämie mit anhaltender Müdigkeit, schneller Erschöpfbarkeit, Konzentrationsproblemen, verminderter Leistungsfähigkeit oder auch Kopfschmerz oder Schwindel.
Bessern sich die Symptome trotz Eisensubstitution nicht, könnte ein Problem mit dem Darm vorliegen. Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft weist darauf hin, dass Eisenmangel das einzige Zeichen einer Glutenunverträglichkeit sein könnte.
Bei der Zöliakie greift das Immunsystem die Darmschleimhaut an, wodurch vor allem im oberen Dünndarm Schäden entstehen - eben dort, wo Eisen vorwiegend aufgenommen wird. Dem Körper steht dann nicht durch eine Mangelernährung zu wenig Eisen zur Verfügung, sondern durch die entzündlichen Veränderungen an den Darmzotten.
Laut Studien leiden 10 bis 80 Prozent der neu diagnostizierten Zöliakie-Betroffenen an einer Anämie. Umgekehrt haben etwa fünf Prozent der Menschen mit ungeklärter Eisenmangelanämie eine bislang nicht diagnostizierte Zöliakie.
Wurde die Erkrankung diagnostiziert, ist eine glutenfreie Ernährung die Therapie der Wahl. Die Darmschleimhaut kann sich dann erholen, sodass sich die Aufnahme von Eisen nach sechs bis zwölf Monaten verbessert. Durch eine gezielte, ärztlich verordnete Eisengabe können sich die Eisenspeicher schneller erholen und die Beschwerden früher bessern.