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Umgang mit Stress
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Entspannter mit Haustier

Großstadtkinder könnten im Erwachsenenleben besser vor Stress gefeit sein, wenn sie in einer Familie mit Haustier leben. Darauf deutet eine kleine Studie der Uniklinik Ulm und weiterer deutscher und US-Wissenschaftler hin.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 06.05.2025  16:00 Uhr

Die insgesamt 40 männlichen Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren lebten alle in einer Stadt mit mehr als 40.000 Einwohnern. Ein Teil war ohne tierische Gesellschaft aufgewachsen, die anderen Probanden lebten bis zum Alter von 15 Jahren mindestens fünf Jahre mit einem Hund oder einer Katze in einem Haushalt.

Nachdem die Forschenden die Teilnehmer dem standardisierten Stresstest »Trier Social Stress Test« (TSST) ausgesetzt hatten, entnahmen sie ihnen Blut- und Speichelproben. Unter anderem bestimmten sie die Zusammensetzung der Blutzellen und des Speichelmikrobioms, Entzündungsparameter, Darmbarriere-Marker, immunregulatorische Marker sowie den Stresshormonspiegel. Zudem wurden Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität erfasst.

Bei den Probanden ohne Tierkontakt zeigte sich eine stärkere pro-inflammatorische systemische Stressreaktion als in der Vergleichsgruppe. Laut der Forschenden verhindert der Bezug zum Haustier im späteren Leben eine überschießende Immunaktivierung bei akutem Stress sowie eine chronisch niedrig-gradige Entzündung als Reaktion auf wiederholte Stressoren. Auf diese Weise könnten die tierischen Begleiter das Risiko verringern, im späteren Leben stressbedingte Störungen zu entwickeln.

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