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Pommes, Püree oder Salzkartoffeln
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Erhöhen Kartoffeln das Diabetesrisiko?

Die richtige Antwort lautet: Jein! Denn es kommt auf die Zubereitungsart an. Wie Forschende im Fachmagazin »The BMJ« schreiben, können Kartoffeln in frittierter Form, also als Pommes frites, das Risiko für Typ-2-Diabetes tatsächlich erhöhen. Werden Kartoffeln jedoch gebacken, gekocht oder püriert, hat das dagegen keine Auswirkungen auf das Diabetesrisiko.
AutorKontaktaponet | PTA-Forum
Datum 12.08.2025  10:00 Uhr

Zu dieser Erkenntnis kamen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand von Gesundheitsdaten von 205.107 Männern und Frauen aus 30 Jahren. Diese ergaben, dass der Verzehr von drei Portionen Pommes frites pro Woche mit einem um 19 Prozent höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden war – während andere Zubereitungsarten keinen Zusammenhang gezeigt hatten. Die Studie ergab außerdem, dass der Ersatz von Kartoffeln durch Vollkornprodukte das Diabetes-Risiko um 4 Prozent senken kann.

Frühere Studien hatten solche Zusammenhänge zwar schon angedeutet, die Ergebnisse waren aber teils widersprüchlich, und häufig wurden verschiedene Zubereitungsmethoden oder die Auswirkungen beim Ersetzen von Kartoffeln durch andere Lebensmittel nicht untersucht. Seyed Mohammad Mousavi von der Harvard Chan School sagte: »Wir verlagern die Diskussion von der Frage ›Sind Kartoffeln gut oder schlecht?‹ hin zu einer differenzierteren und nützlicheren Frage: Wie werden sie zubereitet und was könnten wir stattdessen essen?«

»Die Botschaft […] ist einfach und eindringlich: Kleine Veränderungen in unserer täglichen Ernährung können das Risiko für Typ-2-Diabetes erheblich beeinflussen. Weniger Kartoffeln – insbesondere Pommes frites – und die Wahl gesunder Vollkorn-Kohlenhydratquellen könnten dazu beitragen, das Risiko für Typ-2-Diabetes in der Bevölkerung zu senken«, ergänzte Professor Walter.

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