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Fälschungsskandale in der Forschung

Wissenschaftliches Fehlverhalten kommt zwar selten vor, kann aber schwerwiegende Folgen haben, zum Beispiel unnötige Studien, hohe Kosten und Misstrauen. In der aktuellen Folge »PZ Nachgefragt« diskutieren die Professoren Theo Dingermann und Manfred Schubert-Zsilavecz über Fälschungsskandale.
AutorKontaktPZ
Datum 28.10.2024  14:00 Uhr

Anlass war ein konkreter Fall spektakulären wissenschaftlichen Fehlverhaltens, über den die Pharmazeutische Zeitung berichtet hat. Laut eines im Wissenschaftsjournal »Science« publizierten News-Feature haben Recherchen ergeben, dass in 132 von 800 Publikationen des renommierten Demenzforschers Professor Dr. Eliezer Masliah manipulierte Abbildungen enthalten waren.

Dies ist kein Einzelfall. So wurde beispielsweise nur wenige Monate vor der Enttarnung Mashlias auch der gefeierten holländischen Stammzellforscherin Professor Dr. Catherine Verfaillie ein Fehlverhalten nachgewiesen. Hier ging es ebenfalls um manipulierte Abbildungen. Im Juni dieses Jahres zog das Fachjournal »Nature« schließlich eine richtungsweisende Publikation aus dem Arbeitskreis Verfaillies zurück, die bereits im Jahr 2002 erschienen war. Dieses Beispiel zeigt auch, wie viel Zeit zwischen Verdacht und Konsequenz vergehen kann.

Glücklicherweise sind solche Fälle sehr selten. Dennoch sind sie besonders schlimm, wenn sie in den Lebenswissenschaften passieren. Denn Grundlagenforschung in diesem Bereich bildet die Basis für die Entwicklung neuer Therapieoptionen. Es ist in hohem Maße unethisch, wenn klinische Studien mit freiwilligen Probanden oder Patienten aufgelegt werden, die auf Basis falscher beziehungsweise gefälschter Hypothesen konzipiert und durchgeführt werden. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im aktuellen Podcast.

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