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Von Verstopfung bis Kulturgut
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Fakten rund ums stille Örtchen

Das Klo, der Lokus, der Abort – für die Toilette finden sich in der deutschen Sprache zahlreiche Begriffe und Synonyme. Ein eigenes WC ist für die meisten Menschen in Deutschland selbstverständlich, weltweit betrachtet sieht das anders aus.
AutorKontaktdpa/Katja Egermeier
Datum 19.11.2019  09:00 Uhr

Händewaschen nicht vergessen!

Eine repräsentative Befragung der Hochschule Stiftung Rehabilitation Heidelberg ergab, dass sich 7 Prozent der Menschen nicht die Hände waschen, wenn sie von der Toilette kommen. 27 Prozent waschen sich die Hände nur mit Wasser, 58 Prozent nehmen Seife dazu. 8 Prozent der Befragten waschen sich die Hände wie von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlen: 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife und auch zwischen den Fingern.

Toiletten gibt es im Übrigen nicht erst seit Kurzem. Die ältesten bisher bekannten Kanalisationen sind 3500 bis 3000 v. Chr. von den Sumerern im Zweistromland erbaut worden. Von 3000 bis 500 v. Chr. bauten Babylonier und Assyrer Klos aus zwei kleinen Mauern mit einem schmalen Zwischenraum, in den die Fäkalien fielen. Mit dem Badewasser wurden sie in die Kanäle gespült.

Auch im alten Griechenland und in Rom gab es einige öffentliche Abortanlagen mit ständiger Wasserspülung. Das erste Klo mit Spülung soll der Brite John Harington Ende des 16. Jahrhunderts erfunden haben. 1775 ließ sich Alexander Cumming ein Patent auf die Toilette mit Spülung ausstellen. Seine Toilette hatte als erste einen sogenannten Siphon, der als Geruchsverschluss dient.

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