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OTC-Beratungscheck
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Fluticason

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Fluticason-Nasenspray
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 26.04.2024  08:00 Uhr

Arzneistoffgruppe

Rhinologika, Corticosteroide

Präparate

zum Beispiel: Otri-Allergie® Nasenspray Fluticason

Indikation

Symptomatische Behandlung bei allergischer Rhinitis (Heuschnupfen)

Dosierung/Anwendung

  • Erwachsene ab 18 Jahren: zwei Sprühstöße pro Nasenloch einmal täglich (200 µg Fluticasonpropionat), vorzugsweise morgens. Wenn Symptomkontrolle erreicht ist: einmal täglich ein Sprühstoß pro Nasenloch als Erhaltungsdosis. Bei Wiederauftreten kann die Dosis wieder erhöht werden. 
  • Zur Vorbeugung von Symptomen kann das Nasenspray einige Tage vor Allergenkontakt angewendet werden.
  • Behandlungsdauer sollte die Zeit der Allergenexposition nicht überschreiten. Eine durchgehende
    drei- bis viertägige Behandlung kann bei einigen Patienten erforderlich sein, bevor sich die maximale Wirkung einstellt.
  • Vor Gebrauch vorsichtig schütteln.
  • Sprühaufsatz in ein Nasenloch einführen, dabei das andere Nasenloch zuhalten. Der Sprühaufsatz sollte nicht die Nasenscheidewand berühren. Den Sprühstoß während des Einatmens absetzen, anschließend durch den Mund ausatmen.

Kontraindikation/Warnhinweis

  • Nicht bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre
  • Wenn nach sieben Tagen keine Besserung: Behandlung abbrechen, Arzt aufsuchen; ohne ärztliche Anweisung nicht länger als drei Monate kontinuierlich anwenden
  • Nur nach ärztlicher Rücksprache bei: gleichzeitiger Anwendung anderer corticosteroidhaltiger Arzneimittel, Infektionen im Bereich der Nase oder der Nasennebenhöhlen, zurückliegenden Verletzungen oder Operationen der Nase oder nasalen Ulzerationen
  • Bei zu hoher Dosierung:  klinisch relevante Funktionsminderung der Nebennierenrinde möglich

Nebenwirkungen

Die am häufigste beobachtete Nebenwirkung war Nasenbluten, meist leichtere Fälle. Häufig waren auch Kopfschmerzen, unangenehmer Geschmack, unangenehmes Geruchsempfinden, Trockenheit der Nase, gereizte Nase, Trockenheit im Rachen, Rachenreizung.

Die schwerwiegendsten, sehr selten beobachteten Nebenwirkungen waren Anaphylaxie/anaphylaktische Reaktionen, Bronchospasmus und eine Perforation der Nasenscheidewand.

Wechselwirkungen

  • Fluticason +  CYP3A4 -Inhibitoren wie Ketoconazol und Proteaseinhibitoren wie Ritonavir und Cobicistat: erhöhte systemischen Fluticasonpropionat-Exposition möglich

Schwangerschaft/Stillzeit

Keine Hinweise auf Teratogenität/Fetotoxizität. Nach nasaler Applikation konnte kein statistisch signifikantes Fehlbildungsrisiko ermittelt werden. Laut Embryotox kann Fluticason indikationsgerecht als Nasenspray bei allergischer Rhinitis sowohl bei Planung als auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Fluticason kann nasal auch in der Stillzeit angewendet werden.

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