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Glucoseantwort
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Frühstücken nach der inneren Uhr

Eine kohlenhydratreiche Mahlzeit verwertet der Körper morgens besser als abends – das war zumindest bislang Stand der Forschung. Offenbar gilt das jedoch nicht für jeden Menschen, wie eine Studie der Uni Paderborn zeigt.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 08.05.2024  12:00 Uhr

Schon im Morgengrauen frühstücken, obwohl man als »Abendmensch« eigentlich viel lieber noch schlummern würde? Wenn Menschen, die dem späten Chronotyp »Eule« angehören, gegen ihre innere Uhr essen, scheint sich das nachteilig auf ihre Glucoseantwort auszuwirken, das legt die Studie »Chronotype and Nutrition« nahe, deren Ergebnisse im »European Journal of Nutrition« veröffentlicht wurden. Die Forschenden wählten aus einer Gruppe von 327 Studierenden 42 Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren aus, die einem besonders späten oder frühen Chronotypus angehören.

Die Teilnehmer verzehrten an einem Tag eine Mahlzeit mit hohem glykämischen Index um 7 Uhr und an einem anderen Tag um 20 Uhr. Ein kontinuierliches Glucosemessgerät erfasste die Glucoseantwort. Dabei zeigten die Lerchen die erwartete hohe Glucoseantwort auf die Abendmahlzeit. Bei den Eulen war dagegen der Glucoseanstieg nach dem Frühstück ähnlich hoch wie am Abend. Die Forschenden folgern, dass eine sehr frühe Mahlzeit mit ungünstigen Kohlenhydraten für Eulen kritisch ist, sodass sie besonders auf die Qualität der Kohlenhydrate achten und besser später frühstücken sollten. Spät am Abend zu essen ist für die Glucoseantwort immer nachteilig, unabhängig vom Chronotyp.

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