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Verstopfungen
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Fünf Mythen über Laxanzien

Um Abführmittel ranken sich zahlreiche Mythen und Fehlannahmen. Teilweise sind sie so tief verankert, dass sie eine leitliniengerechte Therapie erschweren. Umso wichtiger ist es, aufzuklären und mit den hartnäckigsten Irrtümern aufzuräumen.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 04.02.2026  08:00 Uhr
Mythos 2: Der Gebrauch von Laxanzien führt zu Abhängigkeit, Gewöhnung und Rebound nach dem Absetzen.

Mythos 2: Der Gebrauch von Laxanzien führt zu Abhängigkeit, Gewöhnung und Rebound nach dem Absetzen.

»Dieser Mythos stimmt überhaupt nicht«, stellte Andresen klar. Chronische Obstipation ist meist ein lang anhaltendes Problem, das gegebenenfalls langfristig behandelt werden muss. Dass die Beschwerden nach Absetzen der Therapie wieder auftreten, sei daher nicht verwunderlich. »Auch ein hoher Blutdruck kehrt zurück, wenn Sie die Medikamente absetzen; bei einer chronischen Obstipation ist es nichts anderes«, betonte die Expertin. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Gewöhnungseffekte zu erwarten. Zudem kann sich die Erkrankung im Laufe der Jahre verschlechtern.

Mythos 3: Abführmittel führen zu Wasser- und Elektrolytverlust.

Auch hier konnte die Gastroenterologin entwarnen: »Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wurde ein übermäßiger Wasser- oder Elektrolytverlust nicht nachgewiesen – selbst bei geriatrischen Patienten.« Anders sieht es aus, wenn Abführmittel missbräuchlich, etwa bei Essstörungen zur Gewichtskontrolle, eingesetzt werden. In solchen Fällen kann eine Dehydration auftreten.

Mythos 4: Der Gebrauch von Laxanzien kann den Darm schädigen.

»Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die diesen Mythos bestätigt«, so Andresen. Im Gegenteil: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch könnten Laxanzien sogar einen positiven Effekt haben, indem sie die Kontaktzeit zwischen Kot und Darmschleimhaut verringern – einige Studien deuten darauf hin, dass dies das Darmkrebsrisiko leicht senken könnte.

Mythos 5: Die Einnahme von Laxanzien führt zu Gewichtsverlust.

»Die Anwendung von Laxanzien hat nur einen begrenzten Einfluss auf das Körpergewicht, der hauptsächlich durch den vorübergehenden Verlust von Stuhlvolumen bedingt ist«, erklärte die Ärztin. Lediglich bei missbräuchlicher Anwendung, etwa um gezielt Durchfälle herbeizuführen, kann es zu Dehydration und Gewichtsschwankungen kommen.

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