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Sichere Produkte erkennen
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Gefährliche Stoffe in Kinderschminke

An Geburtstagen, Halloween oder Fasching, aber auch beim Spielen im Alltag wollen sich manche Kleinkinder gerne schminken oder Nagellack auftragen. Warum Eltern bei der Schminke genau hinschauen sollten.
AutorKontaktdpa
Datum 08.09.2025  16:00 Uhr

Schminken wie die Erwachsenen – auf so manche Kleinkinder hat das eine magische Anziehungskraft. Das wissen auch die Hersteller und bieten für Kinder Sets, Schmink-Köfferchen und Nagellacke an. Um sicherzugehen, dass insbesondere jüngere Kinder gut riechende Lippenstifte nicht verspeisen oder sich Nagellack etwa ins Auge schmieren, sollten Eltern den Nachwuchs nicht unbeaufsichtigt mit der Kosmetik spielen lassen – egal, ob es sich um Kinderspielzeug oder Produkte für Erwachsene handelt, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Beim Kauf sollten Eltern zudem genauer hinsehen: Da vor allem bei Kleinkindern Gegenstände doch schnell im Mund landen können, ist es besonders wichtig, dass die Inhaltsstoffe von Nagellack oder Schminke unbedenklich sind. Dazu rät Kerstin Effers, Chemikerin und Expertin für Umwelt und Gesundheitsschutz bei der Verbraucherzentrale NRW.

Verbotene Stoffe und mangelhafte Kennzeichnung

Untersuchungsergebnisse zeigen laut Verbraucherzentrale, dass es bei den Inhaltsstoffen von Schmink-Sets und Nagellacken für Kinder Anlass zur Besorgnis gibt. Demnach konnten im vergangenen Jahr etwa Konservierungs- oder Farbstoffe nachgewiesen werden, die in europäischer Kosmetik verboten sind, weil sie die Gesundheit schädigen können. Auch die Kennzeichnung vieler Produkte lasse zu wünschen übrig – nicht alle enthaltenen Inhaltsstoffe wurden demnach aufgelistet.

Beispiel Kindernagellack: Unter anderem konnte das Chemische und Veterinär Untersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe im vergangenen Jahr bei 75 untersuchten Produkten

  • in sieben verbotene, allergieauslösende Konservierungsstoffe nachweisen,
  • achtmal nicht zugelassene Farbstoffe finden,
  • fünfmal ein Lösemittel entdecken, das als fortpflanzungsschädigend eingestuft ist,
  • zwei Kindernagellacke mit Nitrosaminen finden, die weit über dem technisch unvermeidbaren Niveau lagen – der Stoff steht im Verdacht Krebs erzeugend zu sein.

Insgesamt 33 Nagellacke waren laut CVUA zu beanstanden. Auch bei einer Untersuchung des Kantonalen Labors Basel-Stadt im Jahr 2023 fiel laut Verbraucherschützern etwa die Hälfte der untersuchten Kinderschminke durch.

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