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Neurologie
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Gehirnläsionen durch Hypertonie

Winzige Gefäßverletzungen im Gehirn sind häufig die Ursache von Demenzen und können bereits ab dem 40. Lebensjahr sichtbar werden. Forschende des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften haben die größten Risikofaktoren der Läsionen ermittelt.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 14.05.2025  12:00 Uhr

Bislang gibt es keine Therapie für diese Mikroverletzungen, obwohl sie ein großer Risikofaktor für Demenz und Schlaganfall sind. Um herauszufinden, welche bereits existierenden Medikamente gegen Gehirnläsionen anwendbar sein könnten, nahmen die Forschenden die Risikofaktoren für die Entstehung der Läsionen genauer unter die Lupe. Dafür haben sie DNA- und Blutproben von 2800 Studienteilnehmern aus Deutschland und Frankreich im Alter von über 65 Jahren untersucht. Diese mussten zudem Denksportaufgaben lösen, während ihr Gehirn im Magnetresonanztomografen (MRT) aufgenommen wurde.

»Bluthochdruck ist der konsistenteste und bei Weitem stärkste Risikofaktor für die Entstehung der Läsionen, den wir gefunden haben – ebenso ein höherer Body-Mass-Index«, sagt Dr. Frauke Beyer, Erstautorin der Studie. Tückisch sei, dass die Schädigung ein schleichender Prozess sei. Die Gehirne der Betroffenen würden Informationen im Alltag oft langsamer verarbeiten als normalerweise, aber ansonsten würden oft keine Veränderungen bemerkt. Die Forschenden wollen im nächsten Schritt herausfinden, welche genetischen Faktoren den Läsionen zugrunde liegen könnten, um in Zukunft eine gezielte Therapie zu ermöglichen.

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