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Neue STIKO-Empfehlung
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Gelbfieber-Impfung auffrischen

Zur Safari nach Kenia, Karneval feiern in Rio – vor Reisen in bestimmte afrikanische, zentral- oder südamerikanische Länder wird die Schutzimpfung gegen das Gelbfiebervirus (GFV) empfohlen. Seit Jahren gibt es unter Experten Diskussionen, ob die einmalige Impfung für einen lebenslangen Schutz ausreicht. Jetzt hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlungen aktualisiert.
AutorBarbara Döring
Datum 25.08.2022  12:00 Uhr

Vor einer erneuten oder fortdauernden Exposition mit dem Gelbfiebervirus wird nun zu einer einmaligen Auffrischimpfung geraten, wenn die Erstimpfung zehn oder mehr Jahre zurückliegt. Basis der Empfehlung ist ein systematisches Review, dass die STIKO mit einem unabhängigen Forschungsinstitut durchgeführt hat.

Als Exposition gilt die Reise in ein Gelbfieber-Endemiegebiet oder die Laborarbeit mit Gelbfieberviren. Frauen, die in der Schwangerschaft ihre erste Impfung erhalten haben, sollten bei erneuter Exposition eine Auffrischimpfung wahrnehmen, unabhängig davon, wann die erste Impfung stattfand. Dies gilt auch für Personen, bei denen zum Zeitpunkt der Erstimpfung eine Immundefizienz bestand. Für Kinder, die vor dem zweiten Geburtstag gegen Gelbfieber geimpft wurden, ist bei erneuter Exposition eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die Erstimpfung fünf oder mehr Jahre zurückliegt. Auf http://tropeninstitut.de sind die Länder gelistet, in denen das Risiko einer Gelbfieberinfektion durch Stechmücken besteht.

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