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Zusatz in Milchersatz
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Genug Jod bekommen

Wie kommen Menschen an ausreichende Mengen des lebenswichtigen Spurenelementes Jod? Darüber hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) intensiv beraten und unter anderem Milchersatz und Nahrungsergänzungsmittel unter die Lupe genommen.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 08.01.2026  16:00 Uhr

Da Milch und Milchprodukte eine der Hauptquellen für Jod darstellten, steige bei Bevölkerungsgruppen, die langfristig auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichten würden und dies nicht durch Jod aus anderen relevanten Quellen kompensierten, das Risiko für eine unzureichende Versorgung mit Jod an, schreibt das BfR in einer Pressemitteilung. Dem ließe sich entgegenwirken, indem Lebensmittelprodukte, die als Ersatz für Milch und Milchprodukte vermarktet/konsumiert würden, künftig direkt mit Jod angereichert würden.

Dabei solle man sich an die Mengen Jod halten, die in Milch- und Milchprodukten natürlicherweise vorkommen. Das seien im Schnitt 14 µg pro 100 g. Für Nahrungsergänzungsmittel (NEM) empfiehlt das BfR für alle Altersgruppen ab 15 Jahren eine Höchstmenge von 100 µg pro Tagesverzehrempfehlung eines NEM-Produkts. Im Hinblick auf den erhöhten Jodbedarf von Schwangeren und Stillenden (DGE/ÖGE, 2025) wird für diese Gruppen ein Höchstwert von 150 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines NEM vorgeschlagen. Im Hinblick auf die Jodanreicherung von Speisesalz, die derzeit in Deutschland mit höchstens 25 mg Jod pro kg Salz erlaubt ist, empfiehlt das BfR keine Änderung.

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