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Trauer
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Gesund bleiben trotz seelischer Schmerzen

Wer einen geliebten Menschen verloren hat, schläft oft schlecht oder hat keinen Appetit. Manchmal sind die körperlichen Folgen lange Zeit noch viel massiver. Wann und wie man sich Hilfe holen sollte.
AutorKontaktdpa
Datum 17.06.2025  12:00 Uhr

Übungen für den Körper helfen

Marei Rascher-Held hat die Erfahrung gemacht, dass auch Achtsamkeitsübungen, Atemübungen und Imaginationsreisen helfen, ebenso wie Feldenkrais-Kurse, Yoga und körperliche Bewegung. »Der Fokus soll auf dem Körper liegen, dabei darf ich mich einfach mal leiten lassen durch Angebote, die mir hilfreich sind und zu Hause fortgeführt werden können.« Manchmal sind die positiven Folgen schnell spürbar: Die Trauernden merken dann, dass die Anspannung sinkt, dass Kieferknochen und Nacken nicht mehr wehtun und sich der Hals etwas freier anfühlt.

Trauerprozess kann blockiert sein

Wenn man jedoch auch nach eineinhalb bis zwei Jahren starke Schmerzen hat, wenn der körperlich erlebte Verlustschmerz chronisch wird, braucht es professionelle Hilfe – etwa durch eine Psychotherapie. Weil dann an den Ursachen gearbeitet werden muss, warum der Trauerprozess blockiert ist. »Es kann zum Beispiel daran liegen, dass ich Schuldgefühle habe oder es ungelöste Konflikte in der Beziehung zum Verstorbenen gibt«, sagt Psychologe Kachler. »Oder aber, dass ich den Schmerz und die Trauer abwehren muss, aus Angst, dass sie mich überflutet.«

Wer sich mit kompetenter Begleitung darauf einlässt, die Gründe für die Blockade aufzuarbeiten, hat jedoch gute Chancen, dass beide gesunden: Seele und Körper.

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