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Intervallfasten
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Gesundeffekt nur mit Kaloriensparen

Intervallfasten ohne verringerte Kalorienaufnahme verbessert Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Parameter nicht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 27.01.2026  12:00 Uhr

Mit der sogenannten Chrono-Fast-Studie wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob Intervallfasten auch dann dem Gewicht, dem Blutzucker, den Blutfetten und dem Herz-Kreislauf-System nutzen, wenn nicht gleichzeitig auch die Kalorienmenge in der Essphase verringert wird. Dafür durften die 31 teilnehmenden Frauen, die alle Übergewicht oder Adipositas hatten, über einen Zeitraum von zwei Wochen entweder zwischen 8 Uhr und 16 Uhr oder zwischen 13 Uhr und 21 Uhr soviel essen, wie sie es vorher gewohnt waren. In der Zeit außerhalb der acht Ess-Stunden aßen sie nichts.

In beiden Gruppen brachte dieses Intervallfasten ohne reduzierte Energie-, also Kalorienzufuhr genau nichts, zumindest in Bezug auf die wichtigen Stoffwechselparameter. Ein klein wenig verloren die Frauen zwar an Gewicht, das lag aber wohl daran, dass sie in den acht Ess-Stunden doch nicht genau die Energiemenge essen konnten, die sie sonst verspeisten. Dieser minimale zufällige Kalorienverzicht wirkte sich auch nicht positiv auf den Stoffwechsel und auf Herz und Kreislauf aus.

Studienleiterin Olga Pivovarova-Ramich, Heisenberg-Professorin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und am DIfE, fasste in einer Pressemitteilung des DIfE zusammen: »Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gesundheitlichen Vorteile früherer Studien vor allem durch eine unbeabsichtigte Kalorienreduktion entstanden sind, aber nicht durch die verkürzte Essenszeit selbst. Wer abnehmen oder seinen Stoffwechsel verbessern möchte, sollte nicht nur auf die Uhr, sondern auch auf die Energiebilanz achten«.

Die unterschiedlichen Uhrzeit-Intervalle der Nahrungsaufnahme zeigten allerdings einen Effekt auf die zirkadianen Phasen in den Blutzellen und die Schlafzeiten. Das zeige, dass das Timing der Nahrungsaufnahme als Zeitgeber für biologische Rhythmen wirke. 

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