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OTC-Beratungscheck
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Ginseng

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Ginsengwurzel
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 16.02.2024  08:00 Uhr

Arzneistoffgruppe

Pflanzliche Arzneimittel zur Stärkung

Präparate

Beispiele Monopräparate: Korea Ginseng extra stark Dr. Poehlmann, Orgaplasma®

Beispiele Kombipräparate: Ginseng Kapseln Twardy®, Vitasprint Pro Energie, Yamato®Gast

Indikation

Anwendung als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender

Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz

Dosierung/Anwendung

  • Dosierung siehe Packungsbeilage des jeweiligen Präparats
  • Anwendung bis zu drei Monate möglich. Wegen der fortdauernden Wirkung von Ginseng-Präparaten sollte vor einer erneuten Anwendung eine Einnahmepause von einem Monat eingehalten werden

Kontraindikation/Warnhinweis

  • Nicht für Kinder unter 12 Jahren
  • Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei Patienten mit Diabetes mellitus sollten insbesondere zu Beginn der Einnahme und nach dem Absetzen engmaschige Kontrollen des Blutzuckerspiegels erfolgen

Nebenwirkungen

bei empfindlichen Personen Übelkeit, Magenbeschwerden und leichter Durchfall möglich

Wechselwirkungen

  • Bei gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Arzneimitteln vom Cumarin-Typ
    (Phenprocoumon, Warfarin) kann deren Wirkung abgeschwächt sein; engmaschige Kontrollen der Gerinnungsparameter bis zu 14 Tage nach Absetzen des Arzneimittels empfohlen, um die Dosis der Gerinnungshemmer anpassen zu können
  • Ginsengzubereitungen können den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus sind möglich.

Schwangerschaft/Stillzeit

Keine Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Untersuchungen. In Tierversuchen kam es bei Einnahme in hohen Konzentrationen in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft zu Schäden bei den Embryonen.

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