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Grünes Licht für Johnson-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat nach einer erneuten Überprüfung grünes Licht für den Corona-Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson gegeben. Er könne zwar tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA mit. Die Behörde hält aber daran fest, dass die Vorzüge, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als Risiken von Nebenwirkungen.
AutorKontaktdpa/PTA-Forum
Datum 21.04.2021  09:30 Uhr

Johnson & Johnson teilte daraufhin mit, dass die Markteinführung seines Impfstoffes in Europa fortgesetzt werde. Die Auslieferung des Impfstoffs, die erst in der vergangenen Woche angelaufen waren, werde wieder gestartet. Zahlreiche EU-Staaten waren der Empfehlung des Herstellers gefolgt, vor der Nutzung zunächst das Gutachten der EMA-Experten abzuwarten. Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Im Unterschied zu anderen Impfstoffen ist nur eine einzige Dosis nötig.

Blutgerinnsel seltene Nebenwirkung

Wie die EMA mitteilte, soll die Möglichkeit von Blutgerinnseln bei einer zugleich sehr niedrigen Zahl von Blutplättchen nun als seltene Nebenwirkung registriert werden. In den meisten Fällen ging es nach Angaben der Experten um Frauen unter 60 Jahre. Die Thrombosen vorwiegend in den Hirnvenen waren innerhalb von drei Wochen nach der Impfung aufgetreten. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte die Freigabe durch die EMA. »Das ist eine gute Nachricht für die Impfkampagnen in der ganzen EU«, schrieb sie auf Twitter.

Es war bereits das zweite Mal, dass die EMA einen Corona-Impfstoff nach der Zulassung erneut prüfte. Auch beim Wirkstoff von Astrazeneca hatte es Hirnvenenthrombosen gegeben, vor allem bei jüngeren Frauen. Die Fälle seien bei beiden Impfstoffen sehr ähnlich, stellten die Experten fest. Auch bei Astrazeneca hatte die EMA an ihrer Bewertung festgehalten, dass der Impfstoff sicher sei. Blutgerinnsel waren bei etwa einer Person von 100.000 aufgetreten. In Deutschland soll Astrazeneca in der Regel nur noch ab 60 Jahren eingesetzt werden.

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