PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Muskeln, Bänder, Sehnen
-
Häufige Ursachen von Schulterschmerzen

Die Schultern sind äußerst beweglich – dank Muskeln, Bändern und Sehnen, die alles in Position halten. Wenn hier etwas aus dem Gleichgewicht gerät, kommt es zu Schmerzen. Was dahinter stecken kann – und was dagegen hilft.
AutorKontaktdpa
Datum 12.02.2025  14:00 Uhr
Häufige Ursachen von Schulterschmerzen

In unseren Schultern gibt es ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Sehnen. Das macht die Schultergelenke besonders beweglich, aber auch instabiler, wie Bastian Marquaß von der Gelenk-Klinik Gundelfingen erklärt. »Ein wesentliches Problem liegt in der Anatomie – eigentlich ist die Gelenkpfanne viel zu klein für den großen Oberarmkopf.«

Hier kommt die Rotatorenmanschette ins Spiel. Ihre vier Sehnen und eine Bizepssehne halten den Oberarmkopf an der richtigen Position. Gerät da allerdings etwas aus der Balance, ist das oft der Startpunkt für Schmerzen. Dabei spielen oft auch Alterungsprozesse in unserem Körper eine Rolle: »Generell kann man sagen: Ab dem 40. Geburtstag steigt die Schultererkrankungsrate deutlich an«, so Marquaß, der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist.

Häufig verbergen sich hinter Schulterschmerzen folgende Ursachen:

  1. Arthrose: Dabei verschleißen die Gelenke – etwa im Zuge des Alterungsprozesses oder als Folge einer Verletzung, beispielsweise eines Knochenbruchs. Typisch ist eine Entzündungsreaktion in den Gelenken – sie schwellen an, sind warm. Heilen lässt sich Arthrose nicht, Veränderungen im Lebensstil können ihr Voranschreiten aber verlangsamen.
  2. Kalkschulter: Anziehen, Föhnen, ein Griff nach hinten – wenn all das nur mit Schmerzen möglich ist, deutet das auf Kalkeinlagerungen in den Sehnen der Schulter hin. Auslöser einer Kalkschulter sind Bastian Marquaß zufolge wiederholte, winzige Verletzungen. Auch hier spielen Alterungsprozesse eine Rolle, zudem können Nikotin oder Durchblutungsstörungen die Entstehung begünstigen.
    Übrigens: Frauen sind wesentlich häufiger von einer Kalkschulter betroffen als Männer. Ein erhöhtes Risiko haben zudem alle, die ihre Schulter beim Sport – etwa beim Tennis – stark belasten.
  3. Verspannungen: Wer stundenlang starr vor dem Rechner sitzt, nimmt dabei oft unbewusst Fehl- oder Schonhaltungen ein. Dadurch kann es zu dauerhaften Verspannungen in der Muskulatur der Schulter kommen – vor allem dann, wenn Bewegungsmangel dazukommt.
TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa