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Stiftung Warentest
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Halten Trinkmahlzeiten, was sie versprechen?

Manchmal ist der Alltag so stressig, dass selbst das Zubereiten einer Stulle nicht drin ist. Trinkmahlzeiten versprechen eine schnelle sättigende Lösung und sollen laut Hersteller zusätzlich mit Nährstoffen versorgen. Was ist dran? 
AutorKontaktdpa
Datum 06.11.2025  16:00 Uhr

Sechs Trinkmahlzeiten hat sich die Stiftung Warentest genau angeschaut. Ihr Fazit: »Wenn es mal schnell gehen muss, sind sie besser als Currywurst mit Pommes und Mayo.« In Sachen Vitamine und Mineralstoffe stimmen sie meist grob mit den Empfehlungen der Fachgesellschaften überein. Auch die Gesamtfettgehalte sind akzeptabel.

Allerdings seien die flüssigen Mahlzeiten auf Basis von Milch, Erbsen oder Hafer nicht als regelmäßiger Ersatz für ausgewogenes Essen geeignet, so die Warentester.

Kritikpunkte der Warentester

  • Unnötig viel Protein: Menschen mit Nierenproblemen aufgepasst – alle Trinkmahlzeiten in der Auswahl liefern viel Eiweiß, wie die Warentester feststellen. Für gesunde Menschen ist das kein Problem. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion können zu viel Proteine jedoch das Organ belasten.

  • Es droht Heißhunger: Auch wenn den Produkten kein Zucker zugesetzt wird, enthalten sie – allein durch die Zutaten – bis zu 30 Gramm pro 500 Milliliter. Das heißt auch: Sie enthalten kurzkettige Kohlenhydrate, die rasch ins Blut wandern. Dadurch entstehen Blutzuckerspitzen, die für Menschen mit (Prä-)Diabetes problematisch sein können.

    Für sie sind Trinkmahlzeiten daher weniger geeignet, so die Testerinnen und Tester.Fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, kann Heißhunger entstehen. Dazu kommt: So mancher Drink enthält den Süßstoff Sucralose, der in Verdacht steht, den Appetit anzuregen.

  • Das Kauen fällt weg – und damit auch dessen Vorteile: So eine Trinkmahlzeit ist fix verzehrt – schließlich muss man sie nicht kauen. Doch gerade das ist wichtig: Essen, das im Mund zerkleinert werden muss, macht uns in aller Regel länger satt. Flüssige Mahlzeiten können zudem dazu verleiten, insgesamt mehr Essen zu sich zu nehmen als nötig.

Zudem das flüssige Essen – schaut man sich dessen Energiegehalt an – deutlich mehr als nur ein Snack ist. Die Trinkmahlzeiten liefern zwischen 400 und 515 Kilokalorien – und damit etwa so viel wie eine Hauptmahlzeit, so die Stiftung Warentest.

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