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Ernährung kurz & knackig
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Heißhunger – was dagegen hilft

Wenn der Körper sagt: »Ich brauche Chips oder Schokolade – und zwar jetzt!«, sind solche Gelüste meist schwer zu ignorieren. Was steckt hinter diesen plötzlichen Heißhungerattacken – und wie lassen sie sich vermeiden?
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 29.03.2026  12:00 Uhr

Typische Gründe für Heißhunger:

  • niedriger Blutzuckerspiegel
  • angewöhntes Gefühl
  • ballaststoffarme Ernährung (viel Zucker und Weißmehl)
  • intensive geistige Arbeit mit zu wenig Pausen
  • Schlafmangel
  • Diäten und Intervallfasten
  • Schwangerschaft und Stillen
  • Krankheiten wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Lebererkrankungen, Stoffwechselerkrankungen

Mit der richtigen Ernährung lassen sich nicht krankheitsbedingte Heißhungerattacken oft vermeiden. Entscheidend sind regelmäßige Mahlzeiten und passende Snacks, die länger satt machen.

Tipps gegen Heißhunger

Besonders günstig sind folgende Verhaltensweisen:

  • ausgewogene Ernährung – viel Obst, Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, wenig Fleisch, Wurst, Zucker
  • eiweißreiche Lebensmittel wie Quark oder Naturjoghurt – sie sättigen anhaltender als Kohlenhydrate
  • bitterstoffreiche Lebensmittel etwa viele Kohlsorten, Rucola, Grapefruit, Zitrusfrüchte oder Ingwer – fördern Sättigung, stabilisieren Blutzucker und können Heißhunger auf Süßes dämpfen
  • Snacks gezielt vorbereiten – Süßes in kleinen Portionen bewusst genießen
  • süße Snacks teilweise ersetzen – etwa durch knackige Möhren, ungesalzene Cashewkerne oder zur Banane greifen, deren Zucker verzögert aufgenommen wird, sodass der Blutzucker stabiler bleibt
  • bei reinem Appetit den Magen »ablenken« – mit warmem Wasser, Tee oder einer Fruchtsaftschorle
  • Zähne putzen – der verbleibende Zahnpasta-Geschmack bremst die Lust auf Süßes
  • langsam essen – das Sättigungsgefühl tritt früher ein
  • sich ablenken – etwa telefonieren oder spazieren gehen
  • auf Süßes nicht rigoros verzichten – sondern reduzieren und teilweise ersetzen

Entscheidend ist nicht nur, was man isst, sondern auch wann. Regelmäßige Mahlzeiten helfen dem Körper, sich auf eine verlässliche Energiezufuhr einzustellen – und Heißhungerattacken treten seltener auf. Ideal sind drei mittelgroße ausgewogene Mahlzeiten und zwei kleine Zwischenmahlzeiten. Zu vermeiden ist ständiges Snacken. Das verhindert zwar Heißhungerattacken, kann aber zu Übergewicht führen.

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