Bereits vor rund drei Jahren hatten die Apotheken bundesweit protestiert. Am 14. Juni 2023 hatten nach Angaben der ABDA 86 Prozent der Apotheken ganztags geschlossen, weitere 8 Prozent versorgten nur über die Notdienstklappe. In mehreren Städten im gesamten Bundesgebiet gab es Kundgebungen und Protestveranstaltungen, bei den beiden größten in Düsseldorf und Berlin hatten sich zusammen mehr als 12.000 Apothekenteams versammelt. Seinerzeit ging es neben der fehlenden Honoraranpassung um den Wunsch nach mehr Flexibilität beim Handling der Lieferengpässe und eine finanzielle Anerkennung für diese Mehrarbeit.
Im Herbst 2023 folgte eine zweite Welle von Protesten und dezentralen Kundgebungen in Hannover, Dortmund, Stuttgart und Dresden gegen die Reformpläne des damaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD). Dessen Apotheken-Reformgesetz scheiterte schließlich auch am Widerstand des Koalitionspartners FDP.