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Gefühlswelt
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Hitzewellen belasten auch emotional

Extreme Hitze wirkt sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional aus. Bis zum Jahr 2100 könnten wir einer globalen Studie zufolge deutlich schlechter drauf sein. Die Auswirkungen treffen aber nicht alle Menschen gleich stark. 
AutorKontaktPZ
Datum 08.09.2025  12:00 Uhr

Auswirkungen womöglich noch stärker

Der Blick in die Zukunft verdeutlicht die Tragweite der Erkenntnis. Mithilfe globaler Klimamodelle schätzten die Autorinnen und Autoren außerdem die langfristigen Auswirkungen ab. Selbst wenn sich der Körper teilweise an höhere Temperaturen anpassen kann, könnte unser emotionales Wohlbefinden bis zum Jahr 2100 im Schnitt um 2,3 Prozent sinken – im Vergleich zu 2019. Besonders ärmere Bevölkerungsgruppen würden voraussichtlich stärker betroffen sein.

Das Forschungsteam gibt zu bedenken, dass die Nutzer sozialer Medien vermutlich kein repräsentativer Teil der Bevölkerung sind, weil Kleinkinder und Senioren sie weniger nutzen. Allerdings reagierten ausgerechnet diese Bevölkerungsgruppen besonders sensibel auf Temperaturschwankungen, sodass die Reaktion auf Hitzetage möglicherweise noch größer sei als angenommen, heißt es.

Die Studie ist Teil des Global Sentiment-Projekts des MIT Sustainable Urbanization Lab, ein Forschungszentrum mit Fokus auf verhaltensbezogene Grundlagen nachhaltiger Stadt- und Umweltpolitik. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hoffen, zum Verständnis der psychologischen Dimension des Klimawandels beigetragen zu haben. Und fordern, die emotionale Belastungen durch Hitze künftig stärker in Klimapolitik und Anpassungsstrategien einzubeziehen.

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