| Katja Egermeier |
| 04.03.2025 12:00 Uhr |
Eine Sonderstellung in Deutschland nimmt diesbezüglich das Land Sachsen ein. Dessen Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung bereits für Männer und Frauen bis zum vollendeten 26. Lebensjahr und geht damit über die STIKO-Empfehlung hinaus. Brockmeyer begrüßt dies, denn auch wenn die STIKO-Empfehlungen wichtig seien, sei es auch wichtig zu wissen, dass auch Menschen außerhalb der empfohlenen Gruppe von einem HPV-Schutz profitieren können.
Hofmann, die auch als DDG-Mediensprecherin tätig ist, betont daher die Bedeutung der HPV-Impfaufklärung. Jeder Arztbesuch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen solle von dem Behandelnden genutzt werden, auf die HPV-Impfung hinzuweisen: »Das kann ein Besuch in der hautärztlichen Praxis sein, oder beim Kinder- und Jugendarzt die Jugenduntersuchung 1 für die 12- bis 14-Jährigen oder noch besser die noch nicht so verbreitete U11 (Schülercheck), also die Vorsorgeuntersuchung für die 9 bis 10-Jährigen.« Denn auch wenn eine Impfung im Erwachsenenalter noch einen gewissen Schutz bieten könne, mache sie Schädigungen durch bereits erfolgte HPV-Infektionen nicht rückgängig. Beide Fachgesellschaften empfehlen daher: Unbedingt im Kindes- und Jugendalter impfen.