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Schutz vor Krebs
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HPV-Impfung auch für junge Erwachsene noch sinnvoll

Nahezu jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit HPV, das durch intime Kontakte übertragen wird und bestimmte Krebsarten verursachen kann. Eine Impfung bietet Schutz und wird idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt – also in jungen Jahren – empfohlen. Doch anlässlich des heutigen Welt-HPV-Tages weisen zwei Fachgesellschaften darauf hin, dass auch junge Erwachsene über 18 Jahren noch von der HPV-Impfung profitieren können.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 04.03.2025  12:00 Uhr

Jede Gelegenheit zur Beratung und Impfung nutzen

Eine Sonderstellung in Deutschland nimmt diesbezüglich das Land Sachsen ein. Dessen Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung bereits für Männer und Frauen bis zum vollendeten 26. Lebensjahr und geht damit über die STIKO-Empfehlung hinaus. Brockmeyer begrüßt dies, denn auch wenn die STIKO-Empfehlungen wichtig seien, sei es auch wichtig zu wissen, dass auch Menschen außerhalb der empfohlenen Gruppe von einem HPV-Schutz profitieren können.

Hofmann, die auch als DDG-Mediensprecherin tätig ist, betont daher die Bedeutung der HPV-Impfaufklärung. Jeder Arztbesuch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen solle von dem Behandelnden genutzt werden, auf die HPV-Impfung hinzuweisen: »Das kann ein Besuch in der hautärztlichen Praxis sein, oder beim Kinder- und Jugendarzt die Jugenduntersuchung 1 für die 12- bis 14-Jährigen oder noch besser die noch nicht so verbreitete U11 (Schülercheck), also die Vorsorgeuntersuchung für die 9 bis 10-Jährigen.« Denn auch wenn eine Impfung im Erwachsenenalter noch einen gewissen Schutz bieten könne, mache sie Schädigungen durch bereits erfolgte HPV-Infektionen nicht rückgängig. Beide Fachgesellschaften empfehlen daher: Unbedingt im Kindes- und Jugendalter impfen.

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