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Nicht einfach, aber nötig
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Hygiene in der Rezeptur

Der Bereich der Arzneimittelherstellung zählt in der Apotheke zu den besonderen Hygienezonen. Auch in der größten Hektik gilt es, die wichtigen Regeln immer zu beherzigen. Denn die Arbeitsabläufe bei Rezeptur und Defektur haben entscheidenden Einfluss auf die mikrobiologische Qualität der hergestellten Arzneimittel.
AutorKontaktAnnette Immel-Sehr
Datum 11.01.2021  15:45 Uhr

Arbeitsfläche desinfizieren

Nun heißt es, die saubere und trockene Arbeitsfläche zu desinfizieren, zum Beispiel mit 70-prozentigem Isopropanol oder einem zugelassenen Flächendesinfektionsmittel. Alles, was nicht für die anstehende Arbeit benötigt wird, sollte zuvor weggeräumt sein. Das Desinfektionsmittel ist mit einem Einwegtuch auf der gesamten Arbeitsfläche zu verreiben. Es sollte so großzügig bemessen sein, dass auch wirklich alle Ecken und die Vorderkante ausreichend benetzt werden.

Außer der Arbeitsfläche sind auch die Waage sowie die benötigten Geräte und Utensilien zu desinfizieren, also zum Beispiel Fantaschale, Pistill, Spatel und Kartenblätter.

Nach Abschluss der Arbeit sind Arbeitsfläche und gebrauchte Gegenstände gründlich zu reinigen. Die Handschuhe sollen so ausgezogen werden, dass anhaftende Partikel nicht mit der Haut in Kontakt kommen. Die Hände noch einmal mit warmem Wasser und Waschlotion reinigen, sorgfältig abtrocknen und dann mit Pflegecreme eincremen. Fertig.

Noch ein Tipp: Eine vermeidbare Keimquelle sind die Kartons, in denen die Primärpackmittel, wie etwa Kruken, geliefert werden. Aus Gründen der Hygiene sollten sie im Bereich der Warenwirtschaft ausgepackt werden und in einem desinfizierten Behältnis in den Rezepturbereich gelangen. Dort sind sie verschlossen in einem Schrank oder einer Schublade zu lagern. 

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