PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

»Fake-Ideale« und Social Media
-
Immer mehr Jugendliche mit Essstörungen

Im Internet sieht es so leicht aus – Social-Media-Plattformen quellen über von Bildern scheinbar perfekter Körper. In der Realität kämpfen immer mehr vor allem junge Frauen mit Essstörungen wie Magersucht. Das hat viele Gründe. Aber vor allem eines hat den Trend verstärkt.
AutorKontaktdpa
Datum 05.05.2023  09:45 Uhr

Ein weibliches Phänomen?

Essstörungen sind nach Angaben der Krankenversicherung nach wie vor ein vor allem weibliches Phänomen. Zwischen 2020 und 2021 sei der Anteil der jungen Frauen unter den betroffenen 12- bis 17-Jährigen von 75,7 Prozent auf 78,9 Prozent gestiegen, in den meisten anderen Altersgruppen liege der Anteil über 80 Prozent. Meist beginne die Krankheit in der Pubertät – Mädchen kämen immer früher in diese Phase, daher komme es eher zu Essstörungen. Für Mädchen sei zudem die eigene Wirkung im Netz wichtiger als für Jungen.

Dennoch sei der Anstieg bei den Essstörungen in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen unter Männern höher gewesen – 2021 registrierte die Krankenversicherung bei den Männern dieses Alters ein Plus von 18,7 Prozent, bei den Frauen waren es 12,4 Prozent. Die KKH warnte, Bulimie und Magersucht seien schwere psychische Erkrankungen, die mit Angststörungen, Depressionen oder Sucht einhergingen. Wer daran leide, dem falle es oft schwer, sich einzugestehen, Hilfe zu brauchen, sagte Klemm. »Dies ist aber ein ganz wichtiger Schritt für die Genesung.«

TEILEN
Datenschutz
THEMEN
Essstörung

Mehr von Avoxa