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»Eddy statt Teddy«
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Immer mehr Kinder leiden unter Sprachstörungen

Waus statt Maus, Eddy statt Teddy oder »Das Haus bunt ist«: Immer mehr Kinder und Jugendliche sind wegen Sprachentwicklungsstörungen in logopädischer Therapie, meldet die KKH Kaufmännische Krankenkasse.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 20.12.2023  16:00 Uhr

Häufige Probleme seien das Auslassen oder Tauschen von Lauten, falscher Satzbau, ein nicht altersentsprechender Wortschatz, Stottern, Lispeln oder Verstummen. Laut einer aktuellen Datenauswertung der KKH ist die Zahl der betroffenen Kinder zwischen 6 und 18 Jahren in den vergangenen zehn Jahren um rund 59 Prozent gestiegen. Bundesweit seien fast 9 Prozent der 6- bis 18-Jährigen betroffen – fast jeder 10. Junge und rund jedes 15. Mädchen.

»In vielen Familien wird zu wenig mit dem Nachwuchs kommuniziert, selbst bei den Mahlzeiten nicht. Dadurch fehlen Sprachreize, die eine gesunde Sprachentwicklung fördern«, sagt Vijitha Sanjivkumar von der KKH in einer Pressemeldung. Dazu komme, dass Kinder und Jugendliche intensiv digitale Medien nutzen anstatt direkt zu kommunizieren. Die KKH-Expertin empfiehlt Eltern, je nach Alter Geschichten vorzulesen, das Sprechen über Handpuppen oder Rollenspiele zu fördern, gemeinsam zu singen und über gemeinsame Erlebnisse, Gedanken und Gefühle zu sprechen. Stellen Eltern fest, dass sich der Redefluss ihres Kindes nicht altersgemäß entwickelt, es über längere Zeit undeutlich, unverständlich oder wenig spricht, sollten sie frühzeitig den Kinderarzt aufsuchen.

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