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Befragung zu Impfungen
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Impfmythen noch im Umlauf

Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut den Entscheidungen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu Impfungen. Gleichzeitig ist aber ein beträchtlicher Teil der Menschen zugänglich für – auch längst widerlegte – Impfmythen.
AutorKontaktdpa
Datum 04.03.2026  08:00 Uhr

Das geht aus einer Online-Befragung von mehr als 5000 Erwachsenen im Impress-Projekt des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach halten rund 80 Prozent der Befragten Impfungen für eine sinnvolle Maßnahme zur Krankheitsvorbeugung. Nur gut 7,3 Prozent gaben an, Impfungen seien für sie selbst völlig oder eher überflüssig.

Mehr als 60 Prozent der Befragten glauben, dass Behörden nur sichere und wirksame Impfstoffe zulassen. Und grob zwei Drittel der Menschen lassen sich impfen, um auch andere Menschen zu schützen. Gleichzeitig ist eine deutliche Mehrheit gegen eine Stigmatisierung von ungeimpften Menschen. Nur 20 Prozent der Befragten halten einen Ausschluss dieser Gruppe von öffentlichen Veranstaltungen für vertretbar.

Zugänglich für Impfmythen

Die Befragung zeigt auch ein gewisses Misstrauen gegenüber den Behörden: Knapp 20 Prozent glauben, dass Gesundheitsbehörden dem Einfluss der Pharmakonzerne folgen, ein weiteres Drittel stimmt dieser Aussage immerhin teilweise zu. Knapp 8 Prozent glauben völlig oder eher, dass Impfungen schlimmer seien als die Krankheiten, vor denen sie schützen. Weitere 20 Prozent stimmen dem teilweise zu.

Auffällig viele Menschen sind zugänglich für Impfmythen: So sind etwa 5 von 10 Personen unsicher, ob Impfungen Allergien fördern oder Autismus auslösen. Diese Fehleinschätzung könne das Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen beeinträchtigen, betonen die Autoren. 

»Erste Auffälligkeiten, die auf Autismus hinweisen, zeigen sich meist bereits vor dem dritten Lebensjahr – also genau in der Zeit, in der Kinder viele Impfungen erhalten«, erläutert das RKI. »Diese zeitliche Nähe kann den Eindruck erwecken, die Impfung habe die Erkrankung ausgelöst. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch eindeutig, dass dies ein Trugschluss ist.« Autismus trete bei geimpften und ungeimpften Kindern gleich häufig auf. »Als Hauptursache gelten genetische Faktoren.« Wissenschaftliche Studien konnten laut RKI auch keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Allergien nachweisen.

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