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Befragung zu Impfungen
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Impfmythen noch im Umlauf

Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut den Entscheidungen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu Impfungen. Gleichzeitig ist aber ein beträchtlicher Teil der Menschen zugänglich für – auch längst widerlegte – Impfmythen.
AutorKontaktdpa
Datum 04.03.2026  08:00 Uhr
Zurückhaltung bei Covid-Impfungen

Zurückhaltung bei Covid-Impfungen

Etwa die Hälfte der Befragten ist zumindest unsicher, ob Kinder nicht zu früh zu viele Impfungen erhalten. »Viele Impfungen erfolgen in den ersten Lebensjahren – das kann den Eindruck erwecken, es werde ›zu viel, zu früh‹ geimpft«, schreibt das RKI dazu. »Der frühe Zeitpunkt ist jedoch medizinisch begründet: Säuglinge und Kleinkinder haben bei einigen Infektionen das höchste Risiko für schwere Verläufe und Komplikationen.« Es werde so viel wie nötig zum besten Zeitpunkt geimpft.

Die tatsächliche Impfbereitschaft hängt stark von der jeweiligen Erkrankung ab: So gaben 6 von 10 Personen, für die die Impfempfehlung gilt, an, die Grippeimpfung in der vorherigen Saison bekommen zu haben. Bei Covid-19 dagegen war es nur einer von 10. »Die Grippeimpfung und die Covid-19-Impfung werden nicht gut angenommen, obwohl sie jährlich für eine hohe Krankheitslast in der Bevölkerung sorgen«, schreibt das RKI.

Impfmythen entkräften

»Die Daten bestätigen, was wir über die Impfbereitschaft bei Influenza und Covid-19 schon länger beobachten«, sagt Professorin Dr. Constanze Rossmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die der Ständigen Impfkommission angehört. »Die Impfbereitschaft ist grundsätzlich zu niedrig, wobei die Bereitschaft, sich gegen Influenza impfen zu lassen, noch deutlich höher ausfällt als die Akzeptanz der Covid-19-Impfung.« Die Unsicherheit im Zusammenhang mit gängigen Impfmythen gelte es durch einfach verständliche wissenschaftliche Erklärungen zu entkräften.

Die Medienforscherin begrüßt das Impress-Projekt. Die jährliche Befragung sei besonders wertvoll, weil sie als jährliches Impfakzeptanz-Monitoring für Deutschland angelegt sei und soziale und psychologische Faktoren der Impfakzeptanz für die Allgemeinbevölkerung ab 18 Jahren kontinuierlich erfasse.

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