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Schneller, aber weniger sicher?
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Impfungen noch vor Weihnachten

Ab kommende Woche könnte es mit den Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland losgehen. Für den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer will die Europäische Arzneimittelagentur EMA bereits am nächsten Montag grünes Licht geben – acht Tage früher als geplant. Doch Fragen bleiben. Warum dauert das Prüfverfahren so lange? Und wie geht es dann in Deutschland weiter?
AutorKontaktdpa
Datum 16.12.2020  14:00 Uhr
Wird jetzt die Sicherheit der Schnelligkeit geopfert?

Wird jetzt die Sicherheit der Schnelligkeit geopfert?

Bei der Sicherheit werden laut EMA keine Abstriche gemacht, wie betont wird. Das war auch eines der wichtigsten Argumente gegen eine Notzulassung. Zwar wägt auch die EMA in dieser Krise den Nutzen gegen die Risiken ab. Doch mit der Zulassung hören die Kontrollen nicht auf: So werden mögliche Nebenwirkungen registriert und Daten zu Wirksamkeit, Herstellung, Lagerung und Anwendung weiter geprüft.

Wann kann dann in Deutschland begonnen werden?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am 15.Dezember vor der EMA-Mitteilung gesagt, dass es Ziel sei, eine europäische Impfstoff-Zulassung vor Weihnachten zu erreichen und in Deutschland noch vor dem Jahreswechsel mit dem Impfen beginnen zu können. Bund und Länder hatten grundsätzlich angepeilt, mit allen wichtigen Vorbereitungen bis Mitte Dezember fertig zu sein. Ein zentrales Lager für die Verteilung des Impfstoffes sei einsatzbereit, sagte die Bundeswehr in einer Telefon-Pressekonferenz.

Wo wird geimpft?

In den Bundesländern wird es Zentren geben, die die Impfungen einer Region in den ersten Monaten bündeln. Ergänzt werden diese durch mobile Teams, die etwa in Heimen und Kliniken die Menschen impfen, die nicht selbst kommen können. Später soll es dezentral in Arztpraxen weitergehen. Ab wann das der Fall sein kann, ist offen.

Welche Gruppen kommen als erste an die Reihe?

Das Gesundheitsministerium will das Ende der Woche per Verordnung festlegen – wenn die finale Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorliegt und sich die Abgeordneten des Bundestages damit beschäftigt haben. Für die Empfehlungen der STIKO wiederum hatte das Parlament zuvor einen gesetzlichen Rahmen festgelegt. Demnach sollen Menschen mit Risiko für schwere Krankheitsverläufe, Personal im Gesundheitswesen und Beschäftigte in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge vorrangig geimpft werden. Die Vorgehensweise des Ministeriums wird von der Opposition, Patientenschützern, aber zum Teil auch aus den Reihen der Regierungsparteien kritisiert – und etwa gefordert, die Entscheidung über die Impf-Reihenfolge nicht per Verordnung zu regeln.

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