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Anaphylaxie-Risiko
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Infekt verschärft Allergie

Allergiker verspüren Symptome wie Juckreiz, Atemnot oder Hautausschlag bei einem Virusinfekt oft deutlich stärker. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben die entscheidenden Mechanismen dahinter aufgedeckt.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 07.04.2026  12:00 Uhr

Kämpft der Körper gegen eine Virusinfektion, arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren. Die erhöhte Alarmbereitschaft ist für Allergiker jedoch nicht nur mit verstärkten Beschwerden verbunden, sondern kann gar lebensgefährlich werden. Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass bei einem Infekt zuzätzlich zu den Mastzellen, die normalerweise allergische Reaktionen triggern, entzündliche Monozyten ins Spiel kommen.

Diese Form der weißen Blutkörperchen reagiert besonders stark, wenn sie auf Allergene treffen. Sie setzen den Botenstoff PAP (Platelet Activating Factor), einen zentralen Auslöser einer Anaphylaxie, frei. Diese schwerste Form einer allergischen Reaktion kann in kurzer Zeit zu massivem Blutdruckabfall, Atemnot und Kreislaufversagen führen.

Die Studie gibt laut der Autoren ein besseres Verständnis der Zusammenhänge und sei ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit für Patienten und Patientinnen mit Infektionen und Allergierisiko.

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