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Rezepturhinweis
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Insulin-Augentropfen herstellen

Insulin in der Rezeptur? Was zunächst abwegig erscheint, klärt sich auf, wenn man weiß, dass Insulin auch lokal wirksam sein kann, zum Beispiel als Augentropfen. Was bei der Herstellung zu beachten ist, beschreibt das DAC/NRF in einem neuen Rezepturhinweis.
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 21.06.2024  12:00 Uhr

Insulin kann auf der Haut bei schlecht heilenden Wunden, im Auge bei neurotropher Keratopathie, einer degenerativen Hornhauterkrankung, und in der Nase bei Kindern mit Phelan-McDermid-Syndrom eingesetzt werden. Fertigarzneimittel gibt es allerdings nicht – Apotheken stellen entsprechende Arzneimittel in der Rezeptur her.

Dabei unterstützt ein neuer Rezepturhinweis des DAC/NRF, der über Anwendungsarten, Herstellung und Rezepturformeln informiert. Im Detail ist beschrieben, wie wässrige Augentropfen mit 1 oder 25 I.E./ml Insulin angefertigt werden können. Da das Hormon nicht als Rezeptursubstanz erhältlich ist, dienen Fertigarzneimittel wie Huminsulin® oder Actrapid® als Grundlage. Diese werden mit isotonischer Natriumchlorid-Lösung zur gewünschten Konzentration verdünnt. Nach der Sterilfiltration in vorsterilisierte Augentropfenflaschen (Braunglas Klasse I) wird die Lösung in Einzeldosisbehältnisse überführt. Ein Konservierungsmittel ist nicht enthalten, entsprechend kurz ist die Aufbrauchsfrist.

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