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Bei Übergewicht und Adipositas
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Intervallfasten nicht besser als andere Diätformen

Intervallfasten ist einer neuen Übersichtsarbeit zufolge weniger effektiv als von vielen Menschen angenommen. Es braucht jedoch weitere Untersuchungen, um die Wirksamkeit sicher beurteilen zu können.
AutorKontaktdpa
Datum 17.02.2026  13:00 Uhr
Intervallfasten nicht besser als andere Diätformen

Intervallfasten ist einer neuen Übersichtsarbeit zufolge womöglich weniger effektiv als von vielen Menschen angenommen. Bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas liege der damit erzielte Gewichtsverlust wahrscheinlich nicht über dem anderer Diätformen, berichtet die britische Organisation Cochrane, die regelmäßig hochwertige Übersichtsarbeiten zu Gesundheitsthemen erstellt. Die Ergebnisse seien allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet.

»Es handelt sich dabei bislang nur um Hinweise, nicht um einen Beweis – das heißt, wir können die Wirksamkeit von Intervallfasten noch nicht mit ausreichender Sicherheit beurteilen«, erklärte Jörg Meerpohl vom Universitätsklinikum Freiburg, Direktor von Cochrane Deutschland und selbst nicht an der Arbeit beteiligt.

Für die Analyse berücksichtigte das Team um Luis Garegnani vom Universidad Hospital Italiano in Buenos Aires (Argentinien) 22 Studien mit insgesamt knapp 2.000 Teilnehmern aus Nordamerika, Europa, China, Australien und Südamerika. Geprüft werden sollte, ob Intervallfasten für Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas wirksamer zur Gewichtsreduktion als herkömmliche Diätempfehlungen ist und wie es sich auf die Lebensqualität auswirkt.

Kein Vorteil gegenüber anderen Methoden

Intervallfasten zeigte demnach keinen besseren oder nur einen sehr geringfügig besseren Effekt bei der Gewichtsabnahme als andere Methoden, wie die Wissenschaftler in der »Cochrane Database of Systematic Reviews« berichten. Auch eine merkliche Verbesserung der Lebensqualität ließ sich nicht nachweisen. »Intermittierendes Fasten mag für manche Menschen eine sinnvolle Option sein, doch die derzeitige Studienlage rechtfertigt nicht die Begeisterung, die wir in den sozialen Medien beobachten«, erklärte Garegnani.

Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2022 rund 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt übergewichtig, das entspricht 43 Prozent der Menschen ab 18 Jahren. Von ihnen waren 890 Millionen – 16 Prozent aller Erwachsenen – adipös.

»Gewichtsverlust bleibt die wichtigste Strategie zur Reduzierung der gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas«, heißt es in der Cochrane-Analyse. Eine allgemeine Empfehlung für eine bestimmte Maßnahme auszusprechen, sei aufgrund der aktuellen Studienlage aber schwierig, sagte Mitautorin Eva Madrid von der Universidad de Valparaíso in Chile.

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