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Beratung in der Apotheke
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Jeder kann sein Schlaganfallrisiko minimieren

Rauchen, Alkohol, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck – das Risiko eines Schlaganfalls steigt mit diesen Faktoren, die von jedem selbst beeinflusst werden können. Die Landesapothekerkammer Hessen empfiehlt daher, sich rechtzeitig in einer Apotheke hinsichtlich der entsprechenden Vorbeugung sowie über die typischen Schlaganfall-Symptome und die richtigen Sofortmaßnahmen bei einem Schlaganfallverdacht beraten zu lassen.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 10.05.2021  08:30 Uhr

Anzeichen eines Schlaganfalls erkennen

Bemerkt man bei sich oder bei anderen typische Schlaganfall-Symptome, ist schnelle Hilfe entscheidend. Es ist richtig und wichtig, immer unverzüglich den Notarzt zu rufen. Mit jeder Minute, die vergeht, werden Zellen im Gehirn geschädigt. Zu diesen Symptomen, die meist nicht alle auftreten, gehören:

  • extreme, plötzlich auftretende, ungewöhnlich heftige Kopfschmerzen
  • plötzlicher Verlust der Sprache, verwaschenes Sprechen oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen
  • plötzliche Gefühlsstörungen oder Schwäche einer Körperseite bis hin zu schweren Lähmungserscheinungen
  • taube Körperstellen
  • plötzlich einsetzender Schwindel, Gangunsicherheit oder Stürze
  • plötzliche Sehstörungen insbesondere auf einem Auge oder Doppelbilder
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma

Auch bei nicht anhaltenden Symptomen abklären lassen

Besonders schwierig ist es laut LAK, leichte Schlaganfälle zu erkennen. Der Grund: Die beschriebenen Beschwerden und Ausfallerscheinungen verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Manchmal seien auch Bereiche des Gehirns von der Durchblutungsstörung betroffen, die keine oder kaum direkte Beschwerden zur Folge haben. Die Betroffenen bemerkten eine solche Attacke oftmals nicht oder sie führten die Probleme auf andere Ursachen zurück.

Bei kurz andauernden Schlaganfall-Symptomen – meist unter einer Stunde – sprechen Ärzte von einer Transitorisch Ischämischen Attacke (TIA). Wichtig ist: Auch diese dürfen keineswegs leichtgenommen, sondern sollten zum Anlass für eine ärztliche Konsultation genommen werden. Bei 15 Prozent der Patienten geht ein leichter Schlaganfall einem manifesten Schlaganfall voraus – dieser folgt in 2 bis 10 Prozent der Fälle bereits innerhalb von zwei Tagen.

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