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Jucken, Brennen, Schmerzen
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Johanniskraut und Sonne – auf Hautschutz achten

Viele Menschen nutzen frei verkäufliche Mittel auf pflanzlicher Basis für die seelische Balance. Dazu gehören auch Johanniskraut-Präparate. Hier ist im Zusammenspiel mit Sonne Vorsicht geboten.
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Datum 24.06.2025  14:00 Uhr

»Wer zur Stimmungsaufhellung Johanniskraut einnimmt, muss aufpassen, wenn er in die Sonne geht, weil es dann zu Fotoschäden an der Haut kommen kann. Man bekommt dann rasch einen Sonnenbrand oder rote Flecken«, erklärt Dr. Gernot Langs, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Bad Bramstedt.

Johanniskraut erhöht nämlich die Lichtempfindlichkeit der Haut, im Zusammenspiel mit Sonneneinstrahlung kann es zu sogenannten phototoxischen Reaktionen mit Jucken, Schmerzen oder Brennen kommen. Das ist zwar dosisabhängig und eher selten, dennoch »sollte man dann immer hohen Sonnenschutz tragen«, rät Langs.

Hoch dosierte Johanniskrautextrakte werden bei leichten depressiven Verstimmungen eingesetzt. Trotz zahlreicher Forschungsarbeiten existiert bis heute kein allgemeingültiges Wirkprinzip. Als Leitsubstanzen gelten Phloroglucinderivate wie Hyperforin, Naphthodianthrone wie Hypericin und Flavonole wie Hyperosid.

Da Johanniskraut Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben kann, sollte man eine Anwendung vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen beziehungsweise sich in der Apotheke beraten lassen.

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