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Sexualität
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Jugendliche erleben ihr erstes Mal später

Jugendliche und junge Erwachsene erleben ihren ersten Sex heute später als noch vor einigen Jahren. Das erste Mal findet in der Regel in einer festen Beziehung statt, und die Jugendlichen verhüten dabei sicher und zuverlässig, teilt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 22.01.2026  17:00 Uhr

Junge Menschen lassen sich beim Thema Sex heute mehr Zeit als noch vor einigen Jahren: 18 Prozent der 14- bis 17-Jährigen waren laut BIÖG bereits sexuell aktiv, 2019 traf das noch auf 28 Prozent zu. Insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 20 sei ein deutlicher Rückgang bei denjenigen mit sexueller Erfahrung zu verzeichnen. So hatten im Jahr 2019 61 Prozent der 17-Jährigen Sex gehabt, 2025 nur 40 Prozent. Heute erlebten die meisten Jugendlichen mit 19 Jahren ihr erstes Mal, so das BIÖG. Für seine repräsentative Jugendsexualitätsstudie hat das Institut rund 5800 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren befragt. Die aktuell veröffentlichte Studie ist die zehnte Befragungswelle der fortlaufenden Untersuchung und schließt an Studien von 1980 bis 2019 an.

Beim ersten Sex ist die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin in einer festen Beziehung. Die große Mehrheit verhütet außerdem zuverlässig: Nur 6 Prozent der Befragten gaben an, beim ersten Mal nicht verhütet zu haben. Das beliebteste Verhütungsmittel bleibt bei den ersten sexuellen Erfahrungen wie auch in den Jahren zuvor das Kondom, das 76 Prozent der Jugendlichen nutzen. Etwas mehr als ein Drittel verwendet orale Kontrazeptiva beim ersten Sex. Laut BIÖG gewinnt die Anti-Baby-Pille mit zunehmender sexueller Erfahrung an Bedeutung: 50 Prozent der mehrfach sexuell erfahrenen Jugendlichen und 48 Prozent der jungen Erwachsenen verwenden sie aktuell. Erfreulich: In knapp neun von zehn Beziehungen sprechen junge Menschen laut der Umfrage selbstverständlich über das Thema Verhütung; bei 67 Prozent geht es dabei auch um den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Interessante Ergebnisse liefert die Umfrage auch beim Thema Aufklärung. Demnach scheint der Schulunterricht nach wie vor die wichtigste Quelle zur Sexualaufklärung für Jugendliche zu sein. 78 Prozent gaben an, dort Wissen über Sexualität und Verhütung erhalten zu haben. 53 Prozent der Jugendlichen nutzen das Internet als Quelle bei Fragen zu Sexualität und Verhütung; Aufklärungs- und Beratungsseiten gelten als besonders vertrauenswürdig (85 Prozent). KI-generierte Inhalte (48 Prozent) sowie die Sozialen Medien (je nach Plattform 20 bis 41 Prozent) werden dagegen als weniger seriös eingeschätzt.

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