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Klarheit schaffen bei Akne

Kaum ein anderes Hautproblem ist von so vielen Mythen und gut gemeinten Tipps begleitet wie die Pflege unreiner Haut. Hier ist Aufklärung gefragt. PTA können Akne-Geplagten helfen, passende Präparate zu finden. 
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 07.07.2025  08:00 Uhr
Klarheit schaffen bei Akne

Ursachen

  • Genetische Disposition, die sich aktivierend auf die Androgenrezeptoren und die sogenannten Peroxisom-Proliferator-Aktivierten Rezeptoren (PPAR) auswirkt
  • Folge: erhöhte Talgproduktion (Seborrhoe) und Verhornungsstörung am Talgdrüsenausgang (Hyperkeratose)
  • Übermäßig viel Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfen Poren, also die Öffnungen, durch die Talg und Schweiß nach außen gelangen, was zu Mitessern beziehungsweise Komedonen führt.
  • Verstopfte Poren begünstigen Wachstum von Bakterien wie Cutibacterium acnes.
  • Anfachung von Entzündungsprozessen; Entstehung von Pickeln, Papeln und Pusteln

Saubere Sache

  • Reinigungsgele oder Emulsionen mit geringem Lipidanteil entfetten die Haut sanft und entfernen abgestorbene Hautschüppchen, Schmutz und Keime.
  • Seifen- und fettfreie Syndets mit pH 5,5
  • ein- bis zweimal täglich
  • Nicht übertreiben: zu starkes Entfetten kann Talgproduktion anregen.

Die richtige Grundlage

  • hydrophile Zubereitungen wie O/W-Formulierungen, Hydrodispersionsgele oder Hydrogele
  • frei von ionischen Stabilisatoren und Emulgatoren
  • Zubereitungen sollten schwach sauer sein.
  • Gute Feuchthaltefaktoren sind Glycerin, Hyaluron oder Milchsäure
  • Auch die Nachtcreme sollte fettarm sein.

Wirkstoffe zur Pflege

  • Fruchtsäuren, Salicyl-, Glycol- oder Milchsäure wirken komedolytisch und keratolytisch; die Talgdrüsenlipide können besser abfließen.
  • Retinol regt die Hauterneuerung an und wirkt keratolytisch. Vorsicht: Weil es die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, abends anwenden.
  • Benzoylperoxid wirkt antibakteriell, antientzündlich, komedolytisch und keratolytisch. Zu Therapiebeginn mit niedriger Dosierung starten. Vorsicht: bleicht farbige Textilien und Haare.

Sanfte Abreibung

  • Peelings entfernen abgestorbene Zellen, erleichtern Talgabfluss und Regeneration der Haut.
  • ein- bis dreimal wöchentlich, nicht bei entzündeten oder eitrigen Pickeln
  • Mechanische Peelings wirken eher oberflächlich.
  • Chemische Peelings wie solche mit Glykol-, Milch-, Salicylsäure oder Fruchtsäuren wirken je nach Konzentration tiefer.
  • intensivere Peelings nur durch Dermatologen oder Kosmetiker
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