Generell geht es in angstbelasteten Situationen darum, das vegetative Nervensystem zu beruhigen. »Besonders bewährt sind dabei Atemtechniken wie langsames durch die Nase Ein- und Ausatmen, tief in den Bauch atmen und sich darauf zu konzentrieren«, rät Miriam Schiele. Daneben kann man auf seine Körperhaltung achten und sich bewusst aufrecht hinsetzen.
Geeignet sind laut Freyer außerdem simple Aktivitäten, die schlicht ablenken. Zum Beispiel:
Und wie sieht es mit einem Glas Wein oder Beruhigungsmitteln aus? Beides wirke zwar kurzfristig entlastend, biete aber keine nachhaltige Lösung, so Freyer. »Schon nach kurzer Zeit braucht man höhere Dosen – diese Toleranzentwicklung führt direkt in eine Abhängigkeit«, warnt der Arzt. Zusätzlich entstehe oft eine psychische Abhängigkeit, weil Betroffene lernen: »Wenn die Angst kommt, kann ich sie nur mit Medikamenten bewältigen«, sagt der Experte.
Nicht zuletzt macht es einen Unterschied, wie und wohin man eine Reise plant – wenn man denn die Wahl hat. So kann es zum Beispiel auf die Frage, wann ein Bus oder Festival als voll gilt, international höchst unterschiedliche Antworten geben. Dort, wo viele Menschen auf engem Raum leben, muss man in aller Regel damit rechnen, dass auch öffentliche Verkehrsmittel dichter besetzt sind als anderswo. Wer sich daran orientiert, fährt unter Umständen entspannter in Urlaub – und die Phobie nimmt nicht zu viel Raum ein.