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Zeckenstich
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Können Hunde und Katzen FSME bekommen? 

Die bestätigten FSME-Infektionen bei Menschen durch Viren aus Zecken steigen hierzulande seit 2016 in jedem Jahr an. Sind auch der Menschen liebsten Begleiter gefährdet, Hunde und Katzen? 
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 20.02.2026  12:00 Uhr

Darauf wussten auf einer Pressekonferenz der Universität Hohenheim anlässlich des diesjährigen Zecken-Kongresses die anwesenden Experten, Parasitologin Professorin Dr. Ute Mackenstedt und Virologe Professor Dr. Gerhard Dobler, eine eindeutige Antwort: Hunde können ebenso wie Menschen an FSME durch Zecken erkranken, Katzen nicht.

Hunde zeigen auch die Symptome, die schwerer erkrankte Menschen haben, nämlich neurologische Ausfälle und Veränderungen. Dazu zählen zum Beispiel Schwindel, Gleichgewichtsausfälle, Atemprobleme und Lähmungen.

FSME-Fälle bei Hunden könne man sogar als Indikator für ein neues FSME-Risikoareal werten, so die Forschenden. Denn Menschen gingen mit ihren Hunden oft dieselben Wege. Erkranke ein Tier an FSME, so zeige das die Existenz der Viren in diesem Gebiet an, auch wenn sich bislang noch kein Mensch infiziert hat.

Ebenso wie Menschen sich selbst nach Zecken absuchen müssen, wenn sie von einem Spaziergang in der Natur oder von einem Aufenthalt im Garten hereinkommen, muss man das auch beim Hund. Tierärzte können außerdem chemisch-synthetische Kautabletten an die Hand geben, die als sehr zuverlässiger Schutz gelten. Spot-on-Präparate sollen ebenso Zecken fernhalten wie Zeckenhalsbänder oder auch Sprays, die kurz vor dem Spaziergang angewendet werden.

Katzenbesitzer müssen sich übrigens keine Sorgen wegen FSME machen. Es gebe keinen einzigen Fall einer FSME-Infektion bei einer Katze. Sie können die Infektion schlichtweg nicht bekommen. Allerdings können sowohl Hunde als auch Katzen die Zecken in ihrem Fell mit ins Haus bringen. Absuchen ist deshalb unabdingbar.

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