| Isabel Weinert |
| 10.03.2026 10:00 Uhr |
Auf Kaffee verzichtet man am besten nicht abrupt. / © Getty Images/franz12
Auch Menschen, die sonst nie unter Kopfschmerzen leiden, können sie entwickeln, wenn sie plötzlich auf ihren gewohnten Kaffee verzichten. Dieser Koffeinentzugskopfschmerz ist sogar ICD-gelistet. Dabei heißt es, dass es sich um einen Kopfschmerz handelt, der sich binnen »24 Stunden nach Unterbrechung eines regelmäßigen Koffeinkonsums von mehr als 200 mg/Tag« entwickelt. Laut Diagnosekriterien hält dieser oft pochende Kopfschmerz aber nicht an, sondern verschwindet binnen sieben Tagen des Verzichts auf die gewohnten Koffeinquellen wie Kaffee, koffeinhaltige Tees, Energydrinks oder Cola-Getränke.
Ob es sich um diese Form des Kopfschmerzes handelt, können Betroffene einfach selbst testen: Lassen die Beschwerden innerhalb von einer Stunde nach Einnahme von 100 mg Koffein nach, dann war der Mangel die Ursache. Halten sie hingegen länger als 14 Tage an, sollte man einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen. Die Kopfschmerzen aufgrund von Koffeinentzug lassen sich abmildern, indem man den Kaffeeverzicht nicht abrupt startet, sondern die Menge gemächlich reduziert. Außerdem soll es helfen, reichlich Wasser zu trinken.
Kopfschmerzen sind aber nicht die einzige mögliche Nebenwirkung, wenn ein Mensch den täglichen Kaffee weglässt: Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme und Übelkeit sind weitere mögliche Probleme. Ein schwacher Trost: Den vorübergehenden Kopfschmerz ohne Koffein erleben die Hälfte derjenigen, die nach einer vorherigen Gewöhnung auf koffeinhaltige Getränke verzichten. Man ist also jedenfalls nicht allein mit dem Problem.